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Reaktionen nach Impfen mit Astrazeneca - Ausfälle beim DRK in Neuss

Nach Astrazeneca-Spritze : Reaktionen nach Impfung – Ausfälle beim DRK in Neuss

Nach der Injektion des Astrazeneca-Impfstoffes waren bis zu 30 Mitarbeiter nicht dienstfähig. Dennoch appelliert der Kreis-Geschäftsführer eindringlich dafür, Impftermine auch wahrzunehmen.

Die genaue Zahl ist zwar nicht dokumentiert, nach Angaben von Marc Dietrich, Geschäftsführer des Kreisverbandes Neuss des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), waren es jedoch „zwischen 20 und 30“. Dabei handelt es sich um die Anzahl an DRK-Mitarbeitern, die nach ihrer Impfung mit „Astrazeneca“ für ein oder zwei Tage nicht dienstfähig waren. „Sie hatten die klassischen Reaktionen: Fieber, Schüttelfrost oder Armschmerzen“, sagt Dietrich auf Nachfrage, nachdem ein anonymer Anrufer unsere Redaktion auf die Situation beim DRK aufmerksam gemacht hatte.

Was Dietrich jedoch betont: „Es handelte sich nur um Reaktionen auf den Impfstoff, die eben heftig ausfallen können – kein Mitarbeiter ist erkankt!“ Man habe an den Tagen nach den jeweiligen Impfungen zwar „eine Vielzahl an Diensten“ nicht besetzen können, sei jedoch in der Lage gewesen, durch andere Mitarbeiter, die einspringen konnten, voll handlungsfähig zu sein. Dietrich selbstkritisch: „Über entsprechende Impfreaktionen gibt es bereits Berichte. Wir haben das vielleicht ein bisschen unterschätzt.“ In Zukunft werde man nur noch kleine Gruppen aus verschiedenen Bereichen zu den Impfungen schicken, um sozusagen eine mögliche Ausfallzeit von bis zu zwei Tagen direkt mit einzuplanen. „So können sich die Mitarbeiter in Ruhe erholen, manche hatten sich trotz der Reaktionen zur Arbeit geschleppt“, so der Geschäftsführer.

Das Land hat festgelegt, dass der Impfstoff der Firma Astrazeneca ausschließlich an Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren verimpft werden soll, die der Priorisierungsstufe 1 der Corona-Impfverordnung angehören. Dies umfasst Personal von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten, Tagespflegeeinrichtungen sowie Pflege-Wohngemeinschaften mit Ausnahme des Personals von Einrichtungen der Eingliederungshilfe ebenso wie Beschäftigte und ehrenamtliche Tätige in Hospizen und ambulanten Hospizdiensten.

In der vergangenen Woche war öffentlich geworden, dass zahlreiche Personen, die mit Astrazeneca hätten geimpft werden sollen, Kostenpflichtiger Inhalt nicht zu ihrem Termin im Impfzentrum erschienen sind. Für diese Menschen hat Marc Dietrich kein Verständnis. Er betont: „Es ist kein Impfstoff zweiter Klasse!“