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Neuss: Raus aus dem Probenkeller

Neuss : Raus aus dem Probenkeller

Offenes Angebot für musikbegeisterte Neusser Jugendliche: Die Show-Formation "Fantastic Company" gründet die "Junior Musik Akademie"

Was verbindet Pritt, Ponal und Pattex mit Musikinstrumenten wie Saxophon, Gitarre und Schlagzeug? Da muss Thomas Klann (44), Vorsitzender der "Fantastic Company", etwas weiter ausholen. Er verweist dabei auf ein Projekt, das sich unter dem Arbeitstitel "Junior Musik Akademie" derzeit in der Startphase befindet.

Ziel ist es, musikbegeisterten Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren in Neuss eine neue musikalische Plattform zu bieten — ein offenes Angebot, bei dem jeder mitmachen könne, "der sein Instrument oder seine Stimme beherrscht", so Klann gegenüber der NGZ. "Raus aus dem Probenkeller", gibt er das Motto vor.

Eigenständige Plattform

Hinter der "Fantastic Company" verbirgt sich die Show-Formation des auch überregional bekannt gewordenen Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth 1952. Für junge Musiker war schon vor drei Jahren eine Junior-Band — die "Junior Fantastic Company" — gegründet worden, in der zuletzt gut 40 Jugendliche mitspielten, die Konzerte gaben und in Kürze nun eine eigene CD vorlegen werden.

Aus diesen erfolgversprechenden Anfängen heraus wird nun die "Junior Musik Akademie" starten, die bewusst sehr viel breiter aufgestellt sein soll. Projektverantwortlicher ist der Jazz-Musiker Thomas Beckmann (35), der an der Hoogeschool voor de Kunsten im niederländischen Arnheim studiert hat.

Klann, der die Idee zur "Junior Musik Akademie" hatte, glaubt, dass private Initiativen zur musikalischen Ausbildung talentierter und interessierter junger Menschen immer wichtiger werden. Er betont, dies geschehe nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Angeboten der Musikschulen.

Dass mit dem von ihm verwendeten Begriff "Akademie" zugleich hohe Erwartungen verbunden seien, will er nicht bestreiten. Dahinter stecke aber die Überzeugung, dass der Trend unzweifelhaft in Richtung einer stärkeren Professionalisierung weise. Klann versteht dabei die "Junior Musik Akademie" ganz bewusst als selbständige Einheit. Wer hier mitmachen will, stehe nicht in der Verpflichtung, anschließend in andere Formationen zu wechseln.

Was das ganze nun mit Produkten der Firma Henkel zu tun hat? Das Unternehmen unterstützt die "Fantastic Company" schon seit Jahren. "Wir wollen an die bestehenden Verbindungen anknüpfen", erklärt Thomas Klann mit Blick auf die "Junior Musik Akademie". Es seien Markenpatenschaften entstanden, über die von der Trompete bis zum Gesang künftig alle musikalischen Bereiche mit einer bestimmten finanziellen Förderung abgedeckt werden können.

Man darf gespannt sein, wie es klingt, wenn Metylan die Stimme beflügelt.

(RP)