Neuss: Raum der Kulturen zu Gast in Berlin

Neuss: Raum der Kulturen zu Gast in Berlin

Der Neusser Verein brachte Ideen für den globalen Migrationspakt mit ein.

Mehr als 100 Vertreter aus Migrantenselbstorganisationen, Flüchtlingsinitiativen, internationalen Organisationen, Stiftungen sowie aus anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen wurden jetzt nach Berlin eingeladen, um sich in die laufenden Beteiligungsprozesse des globalen Migrationspakts der Vereinten Nationen einzubringen. Zur Veranstaltung lud die Robert-Bosch-Stitftung in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung.

Der Verein "Raum der Kulturen Neuss", ein Verbund von Migrantenorganisationen und interkulturell tätigen Menschen, ist in den Themenfeldern Migration und insbesondere in den letzen Jahren im Bereich Flüchtlingsarbeit in Neuss tätig und nahm aktiv an den Gesprächen mit der Regierung durch seine Vertreter Hamdi Berdid und der lokalen Koordinatorin im Bereich Flüchtlingsarbeit, Muna Sukhni, teil. Bei dem Treffen wurden Impulse zu den vor Kurzem veröffentlichten ersten Verhandlungsentwürfen erarbeitet und anschließend mit Regierungsvertretern diskutiert. Berdid appellierte an die teilnehmenden Regierungsvertreter als Themenanwälte für Migrantenorganisationen auf Bundesebene zu fungieren. "Migrantenorganisationen werden bisher nicht in wichtige Gremien einbezogen. Es gibt wertvolles Potenzial, dem Gehör verschafft werden muss. Sie in Ihren Schlüsselpositionen können Partei für Migrantenorganisationen ergreifen", forderte er während der Podiumsdiskussion.

Dazu betonte Ilse Hahn, Leiterin des Referats für Grundsatzfragen Flucht und Migration des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dass Migrantenorganisationen insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit eine wichtige Rolle spielten. Der stellvertretende Ständige Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, Jürgen Schulz, leitet die Verhandlungen für Deutschland zum Global Compact Migration in New York und sagte in einer Videoübertragung, dass der Prozess nur gelingen kann, wenn Menschenrechte von Migranten gestärkt werden. Die Anregungen wurden von Regierungsvertretern zu den laufenden Verhandlungen in New York mitgenommen.

(NGZ)