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Neuss: Ratten- und Erpelplage im Grünzug

Neuss : Ratten- und Erpelplage im Grünzug

Fein geschnittene Apfelstückchen, jede Menge Hafer, Brotscheiben – und das über eine Strecke von fast zehn Metern. Rudolf Westermann, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes, spricht von einer "systematischen Ausstreuung" entlang des Wierstraetwegs. Und das lockt Ratten an.

Fein geschnittene Apfelstückchen, jede Menge Hafer, Brotscheiben — und das über eine Strecke von fast zehn Metern. Rudolf Westermann, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes, spricht von einer "systematischen Ausstreuung" entlang des Wierstraetwegs. Und das lockt Ratten an.

"Fast 20 haben meine Mitarbeiter vor einigen Tagen unterhalb der Bushaltestelle Hamtorstraße gesehen", sagt Westermann, der darauf sofort anordnete, die Lebensmittelreste zu entfernen.

Seine Vermutung angesichts des akkurat geschnittenen Obstes: Abfälle aus der Gastronomie. Daher hofft er auf Hinweise aus der Bevölkerung. Doch nicht nur die "abgeladenen Küchenabfälle" stellen ein Problem dar. Auch die ständigen Fütterungen der Spaziergänger im Stadtgarten hinterlassen ihre Spuren. 197 Erpel wurden dort erst vor kurzem gezählt.

"Ohne das zusätzliche Futter wären es nur ein Fünftel", weiß Westermann. Die Folge: Es müssen welche abgeschossen werden. Wie viele, steht noch nicht fest. Doch um das ökologische Gleichgewicht im Weiher zu erhalten, müssten Tiere getötet werden. "Überall stehen im Stadtgarten Schilder, dass die Tiere nicht gefüttert werden sollen", äußert sich Westermann. "Die Leute halten sich aber einfach nicht daran." Dabei reiche das Nahrungsangebot in der Natur aus.

(dhk)