Neuss: Rathaus-Sprecher geht in Ruhestand

Neuss: Rathaus-Sprecher geht in Ruhestand

Michael Kloppenburg (64) hört auf. Peter Fischer(55) wird nun sein Nachfolger.

Er gab über 30 Jahre hinweg dem Rathaus Gesicht und Stimme. Jetzt ist Schluss. Mit dem heutigen Tag endet offiziell die Dienstzeit von Michael Kloppenburg (64), der mit Blick auf sein Alter in den Ruhestand wechselt. Mit Freunden und Weggefährten stieß er jetzt im Café Küppers auf seinen neuen Lebensabschnitt an; in die Runde mischte sich auch Reiner Breuer.

Der Bürgermeister hat die Nachfolge Kloppenburgs neu gestaltet. Als neuer Stadtsprecher fungiert künftig Peter Fischer (55). Der bisherige Stellvertreter Kloppenburgs nimmt dabei eine so genannte Stabsstelle ein und ist direkt dem Rathaus-Chef zu geordnet. Das bisherige Amt für Presse und Information, dessen Leiter Kloppenburg in Personalunion war, geht im Bürgermeisteramt auf, an dessen Spitze Claudia Paschek steht. Damit setzt Breuer seinen Weg fort, die Verwaltungsstrukturen zu straffen.

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Mit Michael Kloppenburg, der in Haan mit seiner Familie wohnt, aber Neusser Art stets lebte, geht ein Verwaltungsmann alter Schule. Verbindlich im Ton, korrekt im Umgang, hilfsbereit gegenüber den Kollegen in den Redaktionen, loyal gegenüber seinem Dienstherren. Seine Nachrichten basieren auf Fakten, mit Indiskretionen handelt er nicht, mit Bewertungen hält er sich zurück. Eine professionelle Nüchternheit, die in der digitalen Aufgeregtheit von Facebook und Twitter auf manchen langweilig wirken mag, aber in Wirklichkeit den Blick auf das letztlich Wichtige fokussiert.

Michael Kloppenburg, ein studierter Germanist, kennt die lokale und überregionale Medienszene aus dem Effeff. Er kam 1985 in die Kommunikationszentrale im Neusser Rathaus. Damals, kurz nach seinem Dienstantritt, galt es noch als technische Innovation, ein Faxgerät anzuschaffen und zu nutzen. Kloppenburg war lange Jahre engster Mitarbeiter von Stadtsprecher Hans Mietzen, den er, nach dessen altersbedingtem Ausscheiden, vor zehn Jahren beerbte. Jetzt freut er sich auf Zeit für sich und seine Frau Elke, mit der er gern und viel reist.

(-lue)
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