Radschnellweg Mönchengladbach-Roermond soll bis Neuss verlängert werden

Radschnellweg Roermond-Mönchengladbach-Neuss? : Vorstoß zur Verlängerung des Radschnellweges bis Roermond

Ein Vorstoß aus Niederkrüchten bringt neuen Schwung in die Debatte um den Bau von so genannten Radschnellwegen.

Und setzt sich die Idee durch, wird Neuss Zentrum einer sogar grenzüberschreitenden West-Ost-Achse. Denn namentlich die CDU in Niederkrüchten möchte nicht nur Radwege zwischen Mönchengladbach und Roermond zu einem Radschnellweg ausbauen, der auch Niederkrüchten anbinden würde, sondern diesen in Gegenrichtung bis an den Rhein verlängern. Nächster Schritt müsste eine Machbarkeitsstudie sein, vielleicht aus Mitteln der Euregio gefördert.

Im Rathaus der Stadt Neuss sind diese Ideen noch nicht offiziell vorgetragen worden, doch stößt schon die angestoßene Diskussion im Kreis Viersen dazu auf Interesse. Karl-Heinz Baum (CDU) fand die „Verlängerung“ eine, so wörtlich, „tolle Sache“. Der Vorsitzende des Planungsausschusses ist überzeugt: Die Erfolgsaussichten für den Bau des Radschnellwegs Neuss-Düsseldorf-Monheim, für den bereits eine Machbarkeitsstudie vorliegt, würden sich verbessern, wenn man dieses Projekt in einen größeren Zusammengang stellen könnte. Andererseits, so macht Planungsdezernent Christoph Hölters deutlich, könnte das Projekt durch eine Verknüpfung zu groß werden. Zu groß zumindest für eine rasche Umsetzung. Hölters kann sich eine Trassenführung parallel zur stauträchtigen Autobahn 52 vorstellen, die zumindest teilweise auf der historischen Trasse des nie gebauten Nordkanals verläuft. Der, so wörtlich „Kraftschluss“, also die Anbindung an das Neusser Wegenetz und über dieses auch an den Radschnellweg Richtung Osten, könnte dann in der Nordstadt erfolgen.

(-nau)