1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: "Quirinusstadt" – zweiter Name für Neuss?

Neuss : "Quirinusstadt" – zweiter Name für Neuss?

Jörg Geerlings hob die Hand. Damit war er gestern Abend im Düsseldorfer Landtag nicht der einzige. Denn die Zustimmung war groß, als es um die Frage ging, ob die Kommunen in Nordrhein-Westfalen künftig Zusatzbezeichnungen zu ihrem Namen führen dürfen.

Die Fraktionen verabschiedeten den Antrag ohne Gegenstimme. Es war ein Antrag, dem niemand im Landtag ernsthaft widersprechen mochte. Warum auch? Ein Zusatzname kann die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt fördern und deren Profile schärfen.

Für den CDU-Landtagsabgeordneten und Neusser Partei- und Fraktionschef Geerlings ist der Fall klar: "Das ist eine gute Sache. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir diese Möglichkeit in Neuss nutzen." Eine Idee hat er schon: "Neuss — die Quirinusstadt". "Das fände ich gut." Bereits gestern kündigte Geerlings an, dass seine Fraktion aller Voraussicht nach einen entsprechenden Antrag einbringen werde. Er sagte unserer Zeitung: "Das ist ein gutes Thema, um die Bevölkerung einzubinden. Sie soll dann ihre Meinung sagen und Vorschläge machen." Ähnlich war es so schon bei der Namensfindung für das Bildungshaus "Romaneum". Auch dort suchte die Stadt einen Namen. Letztlich war es der Vorschlag eines Politikers, der die Zustimmung fand: SPD-Ratsherr Ingo Stolz. Im August, als das Thema aufkam, hatte die NGZ die Leser nach deren Vorschlägen gefragt. Mehrheitlich fanden sie den Hinweis auf den Schutzpatron der Stadt richtig.

Skeptisch äußert sich damals allerdings Bürgermeister Herbert Napp: "Ich halte wenig davon", sagte er. Denn die "Beschilderung soll sich auf wesentliche Informationen beschränken". Eine Ausnahme würde er machen: Beim Zusatznamen: "Neuss — kreisfreie Stadt."

(NGZ)