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Neuss: "Puddelschieber" feiern 50 Jahre Kegeln und Kultur

Neuss : "Puddelschieber" feiern 50 Jahre Kegeln und Kultur

Kegelklubs haben keine Konjunktur; freie Bahn-Termine in Neusser Gaststätten zu finden, ist keine Kunst. Welch' große gesellschaftliche Bedeutung aber Kegelklubs besaßen und auch heute noch durchaus besitzen, dokumentieren die "Puddelschieber".

Der gemischte Kegelklub gründete sich vor 50 Jahren, und die acht Mitgliedsehepaare betätigen sich nicht nur im Zwei-Wochen-Rhythmus sportlich. Der Freundeskreis plante auch immer ein kulturelles Beiprogramm: Wochenend-Fahrten im In- und Ausland, Ausflüge, Fahrradtouren oder Stadterkundungen der Neusser Heimat sorgten dafür, dass die "Puddelschieber" ein "Kegelklub und mehr" sind. Das belegt eindrucksvoll Helmut Gilliam, der mit seiner Ehefrau Ellen zu den Gründungsmitgliedern zählt. Der Historiker, ehemaliger Direktor des Humboldt-Gymnasiums, hat eine eindrucksvolle Chronik verfasst. Zahlen, Daten, Fakten machen deutlich, wie sehr der Kegelklub den Lebensrhythmus seiner Mitglieder bestimmt, ihnen Halt gibt und zugleich den Horizont öffnet. So geht den "Puddelschiebern" niemals der Gesprächsstoff aus. Seit 38 Jahren kegeln sie im Marienhaus, wo sie jetzt auch ihr stolzes Goldjubiläum feierten. Gilliam: "Wobei uns Willi Hinzen mit Speis und Trank köstlich versorgte."

Die Gründer gingen 1963 aus der DJK Novesia hervor. Dass die "Puddelschieber" im Marienhaus sesshaft wurden, ist kein Zufall, denn viele von ihnen engagieren sich in den Gremien, Arbeitsgruppen und Initiativen der Marienpfarre.

(lue-)