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Projektwoche an der Münsterschule: Schüler auf der Reise ins Mittelalter

Projektwoche zur Hanse : Münsterschule - Schüler auf der Reise ins Mittelalter

Einmal in das Neuss des Mittelalters eintauchen – das konnten jetzt die Schüler der Münsterschule im Rahmen einer Projektwoche als Vorbereitung auf den Hansetag.

Dabei sollten sie bestens auf den Hansetag vorbereitet werden, der am kommenden Wochenende in Neuss stattfindet, sozusagen ein perfekter Anlass „wenn wir schon den Hansetag hier haben“, sagt Schulleiter Winfried Godde. Dabei sollen die Schüler auch lernen, dass das Mittelalter nicht nur Ritter und Könige bedeutete, sondern dass die Kinder lernen, wie die Menschen damals wirklich lebten.

In verschiedenen Gruppen lernten die Schüler unter anderem das Weben – kleine bunte Taschen oder sogar Kissen sind dabei entstanden – oder das Töpfern. Am Ende der Projektwoche wurden die selbstkreierten Werke dann ausgestellt. „So eine Projektwoche gibt auch Schülern, die sonst weniger auffallen, die Möglichkeit, aus sich rauszukommen und noch einmal andere Kinder kennenzulernen“, so Godde.

Die Gruppen sind gemischt, alle 200 Schüler von Klasse Eins bis Vier wurden auf ihre Wunschgruppen aufgeteilt. Das Programm soll aber nicht nur spielerisch sein, sondern auch informativ und lehrreich. Wanderungen durch die Stadt wurden zu Zeitreisen, Fragen wurden geklärt wie: was bedeuten eigentlich die Symbole auf den Schildern der Ritter? Und wohin sind die Handelsschiffe eigentlich gefahren und was haben sie transportiert? In diesen Bereichen sind die Kinder nun Experten.

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So wie Robert. In seiner Gruppe wurden aus Pappe alte Koggen gebastelt, Handelsschiffe aus dem Mittelalter. In einer anderen Gruppe wurden Holzschilder mit Wappen bemalt. Dabei gibt es Unterschiede, weiß Georgia: „Wappen sind für Ritter, Familien und Städte. Da gibt es ganz bestimmte Regeln.“

Neben farbenfrohen Familienwappen ist hier auch ein neues Wappen für die Stadt Neuss entstanden, bei dem eine Schülerin zum Kreuz und zweiköpfigen Adler glatt den Rhein ergänzt hat. Trotz all der neuen Fertigkeiten kommen die Schüler zum Fazit: im Mittelalter wollen wir nicht leben – die Entscheidung war einstimmig und auch der Grund war der selbe: Damals gab es noch keine Handys.