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Stadt Neuss soll Marketing-Chancen nutzen: Projektgruppe für Weltmeisterschaft 2006

Stadt Neuss soll Marketing-Chancen nutzen : Projektgruppe für Weltmeisterschaft 2006

In Neuss soll mit Blick auf die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland eine "Projektgruppe Fußball-WM 2006" eingerichtet werden. Das beschloss der Stadtrat am Freitag Abend mit den Stimmen von CDU und FDP. Beide hatten sich bereits im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, dass die Stadt Neuss sich auf dieses sportliche Großereignis einstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen sollten.

Die FDP hatte mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Dr. Heinrich Köppen am Freitag einen entsprechenden Antrag eingebracht, wonach die Stadt eine Projektgruppe ("kommunale task force") einrichten soll, die die Möglichkeiten der Stadt, des Neusser Sports und der Neusser Wirtschaft (vornehmlich des Dienstleistungsbereichs) zur Beteiligung an der WM prüft. Ein weiter gehenden Antrag, den CDU-Ratsherr Carsten Greiwe gestellt hatte, passierte dann das Gremium. Für Greiwe geht es darum, die großen Chancen zu nutzen.

Wenn die Austragungsorte feststehen, sollten entsprechende Aktivitäten eingeleitet und koordiniert werden, mit der die Stadt "unter kulturellen und werblichen Aspekten an dem Großereignis teilhaben kann." Bei Grünen und SPD stieß der Antrag auf Ablehnung: "Überflüssig", urteilte SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Breuer, "diese Arbeit kann auch vom Sport-Office wahrgenommen werden."

Zudem müsse der Landrat eingebunden werden: "Wir haben den Eindruck, dass er in diesem Thema schon alles koordiniert." Gerhard Quentin (Unabhängige/PDS) wollte seine Zustimmung davon abhängig machen, dass parallel der Beschluss zur Einrichtung eines Sport-Office rückgängig gemacht werde. -schum