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Neuss: Preis für die Inklusion ausgeschrieben

Neuss : Preis für die Inklusion ausgeschrieben

Der Verein IGGL will mit dem "Elisabeth-Preis" Initiativen belohnen, die sich für die Integration Behinderter einsetzen.

Engagement anerkennen, Mut machen und Ideen weitergeben — das sind die Ziele des "Elisabeth-Preises, den die "Initiative gemeinsam leben und lernen" (IGLL) nun erstmals ausschreibt. Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert und soll künftig jährlich vergeben werden.

"Möglich gemacht hat ihn eine Sonderspende", erzählt Hermann-Josef Wienken aus dem Vorstand des Vereins. Die Summe, die eine Neusser Familie anonym spendete, wollte IGLL nicht für reguläre Projekte nutzen. "Das wollen wir gesondert würdigen und gleichzeitig die Inklusion stärker in den Fokus rücken", sagt Martina Breuer, ebenfalls IGLL-Vorstandsmitglied. Der Verein wolle, so Breuer, Impulsgeber sein — und mit dem Preisgeld Projekte fördern, die bislang eher im Verborgenen wirken und Unterstützung brauchen.

Für den Elisabeth-Preis, dessen Namen einen Bezug zu der Spenderfamilie hat, konnte die Initiative den CDU-Politiker Hermann Gröhe als Schirmherr gewinnen, der sich seit langem für die Inklusion einsetzt und die Initiative unterstützt. Gestaffelt ist die Auszeichnung in einen ersten Platz, der mit 1500 Euro dotiert ist, der zweite Platz gewinnt 1000 Euro, der Drittplatzierte erhält 500 Euro.

Wichtig ist den Initiatoren, dass sich Ehrenamtler und Initiativen aus allen Lebensbereichen bewerben können. "Ob Schule, Sport oder Kunst, wir wollen die besten Projekte finden", sagt Hermann-Josef Wienken. Und das nicht nur in Neuss, sondern im gesamten Rhein-Kreis. "Wir wollen den Menschen Mut machen, sich und ihre Ideen zu präsentieren", sagt Wienken. Deswegen hat sich IGLL entschlossen, die Zugangsvoraussetzungen für den Preis möglichst niederschwellig zu halten. "Niemand muss bei uns einen zehnseitigen Projektbericht abgeben", stellt Martina Breuer klar. "Wichtig ist nur, dass die Idee plausibel erklärt wird, entweder per Post oder E-Mail."

Der Verein IGLL setzt sich seit 1997 für die Integration behinderter Menschen ein, sowohl was die Inklusion an Schulen betrifft, als auch mit Angeboten wie integrativen Mal- oder Tanzkursen. "Die Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen", sagt Marzina Breuer. Derzeit werde viel über Inklusion gesprochen, viel habe sich in den vergangenen Jahren bewegt. "Aber es gibt immer noch Barrieren in den Köpfen, die wir abbauen möchten", sagt Breuer. Dazu soll nun der Elisabeth-Preis beitragen.

Initiativen und Einzelpersonen, die sich für den Preis bewerben möchten, haben dafür bis zum 28. Februar 2013 Zeit. Informationen zum Preis gibt der Verein auch über seine Homepage, www.igll.de.

Info Anschrift für Bewerbungen: IGLL e.V., Sternstraße 71, 41460 Neuss, oder info@igll.de

(NGZ/rl)