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Neuss: Polizei: Verfolgungsjagd war nicht zu vermeiden

Neuss : Polizei: Verfolgungsjagd war nicht zu vermeiden

Eine halbe Stunde lang hielten am Dienstag zwei Deutsch-Türken mit ihrer Hochgeschwindigkeits-Flucht die Polizei in Atem. Sie endete an einem Laternenmast an der Oberstraße.

Das Fluchtfahrzeug zu rammen oder anders anzuhalten, war kein Thema, weil keine Dritten gefährdet werden sollten, ebenso wenig die Tatverdächtigen. „Ein Zugriff war vorher nicht möglich“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung. „Dass die Flucht in die Innenstadt führte, war tragisch. Letztlich sind wir froh, dass sie so endete und niemand verletzt wurde.“

Noch am gleichen Tag wurden die beiden 29 und 24 Jahre alten Männer aus dem Polizeigewahrsam entlassen. „Die Delikte im Einzelnen und auch in der Summe rufen den Haftrichter nicht auf den Plan“, sagte der Sprecher. Seiner Aussage nach handelt es sich um bei der Polizei „wegen ähnlicher Delikte bestens und einschlägig bekannte“ Männer. Das Ergebnis der Blutuntersuchung lag noch nicht vor.

Das Duo war am Dienstagmittag am Grenzübergang Kaldenkirchen aufgefallen. Weil Beamte feststellten, dass die Nummernschilder gestohlen waren, wollten sie den Golf anhalten. Doch die Männer gaben Vollgas und rasten über die A 61 und A 46 bis in die Neusser Innenstadt.

Nach dem Unfall mussten Polizisten Pfefferspray einsetzen, um das Duo festnehmen zu können.

Bei den Fahndern hatte sich schnell ein „Grundverdacht“ ergeben, so der Behördensprecher, „weil ein Drogen-Kleinkonsument bei einer Kontrolle anders reagieren, d. h. sich kontrollieren und bestrafen lassen würde“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Verfolgungsjagd durch Neuss

(NGZ)