18 Banküberfälle: Polizei fasst "Brillengangster" in Wegberg

18 Banküberfälle : Polizei fasst "Brillengangster" in Wegberg

Die Polizei hat am Freitag in Wegberg den sogenannten Brillengangster geschnappt. Der festgenommene 39-Jährige steht unter Verdacht, 18 Überfälle - zwei davon im Rhein-Kreis, begangen zu haben.

Wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilte, hatte sich im Rahmen der Ermittlungen der Verdacht gegen einen 39 Jahre alten Mann aus dem Kreis Heinsberg erhärtet. Nachdem das Amtsgericht Neuss Haftbefehl erlassen hatte, waren am Freitag Polizeibeamte im Kreis Heinsberg unterwegs, um den Tatverdächtigen festzunehmen.

Den Angaben zufolge erkannte die Polizei gegen 11.55 Uhr den gesuchten Mann, der mit drei weiteren Personen in einem Fahrzeug in Wegberg unterwegs war. Die Polizisten hielten das Auto an. Beim Öffnen der Fahrertür löste sich aus der Dienstwaffe eines Beamten nach Angaben der Polizei aus bisher noch nicht geklärten Gründen ein Schuss. Durch eine splitternde Scheibe erlitt der 48 Jahre alte Fahrer Schnittverletzungen im Gesicht, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Eine Schussverletzung erlitt laut Polizei niemand. Der Tatverdächtige ließ sich widerstandslos festnehmen. Weitere Ermittlungen stehen noch aus. Staatsanwaltschaft und Polizei haben angekündigt, am Montagvormittag in Neuss in einer Pressekonferenz weitere Details bekanntzugeben.

18 Überfälle - unter anderem in Neuss, Mönchengladbach, Viersen, Nettetal und Rommerskirchen - werden dem Räuber zugeordnet. Bei den Taten war er mit Pistole oder Handgranate bewaffnet und mit Mütze, Perücke und einer öfters wechselnden Brille maskiert. Das gab der Ermittlungskommission, die bei der Kreispolizeibehörde Neuss gebildet wurde, den Namen "EK Brille".

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