Polizei ermittelt: Stadt-Appell nach Diebstählen auf Neusser Friedhöfen

Warnung der Stadt Neuss : Immer mehr Diebstähle auf Friedhöfen

Die Stadt mahnt zur Aufmerksamkeit. In der letzten Zeit mehren sich Meldungen, dass auf den Friedhöfen Bronzeelemente und andere wertvolle Metallteile von Gräbern gestohlen werden - teils unter Anwendung brachialer Gewalt.

Die Stadt Neuss hat alle Bürger um besondere Aufmerksamkeit rund um die städtischen Friedhöfe gebeten. Der Grund: In der letzten Zeit mehren sich Meldungen, dass auf den Friedhöfen Bronzeelemente und andere wertvolle Metallteile von Gräbern gestohlen werden - teils unter Anwendung brachialer Gewalt.

Auf Nachfrage unserer Redaktion nennt Polizeisprecherin Diane Drawe zwei jüngere Beispiele von Diebstählen auf Neusser Friedhöfen. So wurde am 13. Mai das Fehlen einer gusseisernen Figur an einem Grab auf dem Hauptfriedhof an der Rheydter Straße festgestellt. Die Tatzeit liegt zwischen dem 27. April und dem 13. Mai. Aktuell gebe es noch keinen konkreten Tatverdacht. Auch an der Volmerswerther Straße in Grimlinghausen waren unbekannte Täter aktiv. Dort wurde in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai eine Kupfervase gestohlen.

Ein Problem bei der Aufklärung der Fälle: Nicht immer werden die Diebstähle sofort bemerkt. Manchmal vergehen zwischen Tat und Feststellung Tage, manchmal Wochen oder sogar Monate. Sachdienliche Hinweise zu den genannten oder anderen Diebstählen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02131 3000 entgegen.

Einer der aufsehenerregendsten Fälle von Diebstahl auf Friedhöfen ereignete sich im Jahr 2012, als Diebe auf dem Neusser Hauptfriedhof die Gräber plünderten und 74 Grablaternen aus Kupfer und Messing mit einem Materialwert von mehreren tausend Euro mitnahmen. Als die Betroffenen die geplünderten Gräber ihrer Angehörigen bemerkten, waren die Täter bereits festgenommen worden.

Zuletzt hatte die Polizei die Öffentlichkeit über einen Fall in Dormagen informiert. Zwischen dem 8. und 15. April entwendeten Unbekannte dort vorwiegend Bronze- und Messingskulpturen von bisher fünf Gräbern.

(jasi)
Mehr von RP ONLINE