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Politik macht dem Leiter der Friedhöfe klare Vorgaben

Rainer Lessmann übernimmt die Leitung der Friedhöfe in Neuss : Klare Ansage an den Friedhofsleiter

Politik kritisiert das Vorgehen der Verwaltung bei Lösung des Personal-Problems.

Dem Neusser Grenadierkorps wie auch der Norfer St.-Andreas-Bruderschaft wird gestattet, mit Gedenksteinen auf einem Friedhof Orte des Erinnerns an verstorbene Mitglieder zu schaffen. Die Erlaubnis dazu erteilte jetzt der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen. Die Umsetzung wird zu den ersten Aufgaben gehören, die auf Rainer Lessmann (47) warten, wenn er am 1. April aus der Finanzverwaltung der Stadt in die Leitung der städtischen Friedhöfe wechselt.

Lessmanns Vorgänger im Amt war Ende vorigen Jahres beurlaubt worden. Dem Vernehmen nach, weil es zu einem Zerwürfnis zwischen ihm und seinen Mitarbeitern gekommen war. Ihm soll in der Verwaltung nun eine andere Aufgabe zugewiesen werden. Die Art und Weise, wie die Verwaltung dieses Problem kommunizierte, verärgert die Politik bis heute. Es wäre eine Frage des Stils gewesen, den Umweltausschuss als Betriebsausschuss für den Regiebetrieb Friedhöfe zu informieren, schimpfte Ingrid Schäfer (CDU). Auch die Vorstellung Lessmanns im Ausschuss hatte die Politik einfordern müssen.

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Lessmann kommt mit rein kaufmännischen Kenntnissen an die Spitze der Friedhöfe. Mit Beurlaubung seines Vorgängers, der technischer Leiter war, strukturierte die Verwaltung die Spitze der Friedhofsverwaltung um. Ein mit Meisterbrief qualifizierter Landschaftsgärtner wurde als technischer Bereichsleiter bestellt. Damit war die entsprechende Qualifikation für den neuen Friedhofs-Chef entbehrlich, sodass – nach interner Ausschreibung – mit Lessmann ein, wie er selbst sagt, „Mensch der Zahlen“ berücksichtigt werden konnte.

Lessmann trat vor 29 Jahren in städtische Dienste. Er begleitete die Neubaumaßnahme Allerheiligen oder später die Ausgliederung des Gebäudemanagements aus der Kernverwaltung. Zuletzt war er Leiter der Finanzbuchhaltung bei der Kämmerei. Er sei aber auch ein „Wald- und Wiesenkind“, sagt Lessmann, der die Farbe Grün auch privat mag – als Schütze in Büttgen.

„Wir wollen, dass die Entwicklung der vergangenen sechs Jahre fortgesetzt wird“, formulierte Ingrid Schäfer die klare Ansage an ihn. Das war auch ein Lob für seinen Vorgänger.

(-nau)