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"Pinktober": Neusserin berichtet über ihren Kampf gegen den Brustkrebs

„Pinktober“ in Neusser Krankenhäusern : Neusserin berichtet über ihren Kampf gegen den Brustkrebs

Die Diagnose Brustkrebs verändert das Leben vieler Frauen. Das weiß auch die Neusserin Monika Hodißen. Sie ist Patientin im Johanna-Etienne-Krankenhaus und berichtet von ihrem Kampf gegen die Krankheit.

Es ist eine Diagnose, die die Welt der Betroffenen auf den Kopf stellt: Brustkrebs. Allein in Deutschland wird die Krankheit bei jährlich rund 70.000 Frauen diagnostiziert. Gleichzeitig sind die Heilungschancen umso größer, je früher der Krebs erkannt wird. Deshalb soll im Brustkrebsmonat Oktober, dem sogenannten Pinktober, das Bewusstsein für die Krankheit gestärkt und auf die Vorsorge aufmerksam gemacht werden. Patientinnen wie Monika Hodißen können von den Möglichkeiten der modernen Medizin im Johanna-Etienne-Krankenhaus profitieren. Das zertifizierte Brustzentrum bietet jedoch noch mehr, wie Hodißen aus eigener Erfahrung berichtet.

Bei der Neusserin wurde 1997 ein bösartiger Tumor in der Brust erkannt. Ihr Gynäkologe riet ihr damals zu einer Behandlung im Johanna-Etienne-Krankenhaus. Was die gebürtige Neusserin dort spürte, war ein großes Stück Hoffnung: „Die familiäre Atmosphäre im Etienne ließ mich oft vergessen, wieso ich überhaupt dort war. Ich fühle mich auch heute noch zu jeder Zeit gut aufgehoben.“ Die Hoffnung auf vollständige Heilung erfüllte sich jedoch nicht: Erst kam 2001 der Krebs in der Brust zurück, dann folgten im Jahr 2006 Knochenmetastasen und vor zwei Jahren wurden auch Metastasen in der Leber festgestellt.

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Matthias Korell, Chefarzt der Gynäkologie im Johanna-Etienne-Krankenhaus, macht Frauen mit schweren Verläufen jedoch Mut: „Die Behandlungsmöglichkeiten für Brustkrebspatientinnen sind seit einigen Jahren vielfältiger und deutlich erfolgreicher, sodass wir auch bei Frauen mit Metastasen den Krebs langfristig bremsen können.“ Und das liege nicht zuletzt an der individuell ausgerichteten Behandlung in zertifizierten Zentren.

Vor zwei Jahren erhielt Hodißen über vier Monate eine Chemotherapie. Seit Juni vergangenen Jahres macht sie eine kombinierte orale Chemo- sowie eine Antikörpertherapie. Diese erhält sie per Infusion im Krankenhaus auf der Neusser Furth. „Im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie wirkt die Behandlung mit Antikörpern zum Beispiel zielgerichtet gegen bestimmte Merkmale der Tumorzellen oder wie bei Frau Hodißen auf die einsprossenden Gefäße. Dadurch wird die Blutversorgung der Krebszellen verringert und in der Folge das Wachstum verlangsamt“, erklärt Korell.

Ganz nebenbei bringt die ambulante Therapie Betroffene zusammen. Während sie die Infusionen erhalten, sitzen die Patientinnen gemeinsam in einem großen Raum. Sie alle teilen dort nicht nur die Erkrankung, sondern auch Momente der Zuversicht. „Ich baue auf die weiteren Fortschritte in der Behandlung und fühle mich gut aufgehoben. Mein Vertrauen in die Therapien gibt mir Kraft, jeden guten Tag in vollen Zügen dankbar zu genießen“, berichtet Hodißen.

Dass der Krebs ein Teil ihrer Biografie ist, habe sie schon vor vielen Jahren akzeptiert: „Der Krebs hat mir vieles genommen: meine Unbefangenheit, freies Planen, eine lange Zukunft. Aber meine Lebensfreude, die kriegt er nicht!“ Aus ihrer positiven Einstellung zum Leben heraus empfindet die 59-Jährige die fortlaufenden Therapien trotz der Nebenwirkungen als eine große Chance, eine Art „Lebensversicherung“.