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Neuss: Pfarrer für zwei Krankenhäuser

Neuss : Pfarrer für zwei Krankenhäuser

Thomas Ant ist neuer Seelsorger in Neuss und für das Lukas- und Johanna-Etienne-Krankenhaus zuständig. Der Kölner "mit Leib und Seele" war zuletzt Hochschulpfarrer in Wuppertal.

Viele Patienten, die Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, befinden sich in einer ihnen ungewohnten Lebenssituation, die Orientierungslosigkeit, Ängste und Fragen mit sich bringt. Umso mehr Bedeutung kommt der seelsorgerischen Betreuung zu. Die Patienten im Lukas- und Johanna-Etienne-Krankenhaus und deren Angehörige können sich nun glücklich schätzen: Endlich haben sie wieder einen katholischen Seelsorger: Thomas Ant.

Der Pfarrer tritt die Nachfolge von Pater Siegmund Malinowski an, der bis Juni 2010 im Lukaskrankenhaus war, und von Pfarrer Hans-Josef Weiers, der bis Oktober 2009 im Johanna-Etienne-Krankenhaus eingesetzt wurde. ,,Selbstverständlich wird es eine Herausforderung für mich sein, an zwei Krankenhäusern gleichzeitig zu wirken. Aber ich freue mich darauf, Menschen in schwierigen Situationen begleiten zu dürfen und für sie da zu sein", sagte Pfarrer Thomas Ant. ,,Es reicht nicht, sein Sprechzeitenschild an die Tür zu hängen. Ich möchte versuchen, den Kontakt zu den Patienten und deren Angehörige zu suchen und ihnen das Gefühl geben, dass immer jemand für sie da ist."

Der neue Seelsorger ist sich sicher, dass er diese Aufgabe gut meistern wird, denn er ist nicht allein: Er erfährt viel Unterstützung von den Gemeindereferentinnen Maria-Luisa Ritgen und Birgitta Swemers-Helling (Lukaskrankenhaus) sowie durch Gemeindereferentin Brigitte Neuheisel und Schwester Betha (Johanna-Etienne-Krankenhaus). Thomas Ant wurde 1966 in Köln geboren und ist immer noch ,,ein Kölner mit Leib und Seele", wie er sich selbst beschreibt. Schon in jungen Jahren wurde ihm klar, dass er Priester werden wollte. Als aktives Gemeindemitglied und Leiter der Messdiener entschloss er sich nach seinem Abitur 1986, Theologie zu studieren. Anschließend war er als Kaplan in Engelskirchen und Solingen tätig. Zuletzt wirkte Ant als Hochschulpfarrer in Wuppertal. ,,Nun bin ich froh, hier in Neuss zu sein. Das Beste an der Stadt ist die Tatsache, dass ich hier endlich wieder Fahrrad fahren kann", sagte er mit einem Lächeln. Denn wenn er nicht gerade als Pfarrer im Einsatz ist, fährt er sehr gerne Fahrrad, geht schwimmen, liest oder unternimmt Städtereisen.

Seinen Umzug in ein Haus der Christ-König-Gemeinde auf der Furth hat der neue Pfarrer gemeistert, jetzt steht ihm die nächste Aufgabe bevor: ein optimales Konzept für den Seelsorgebereich beider Krankenhäuser zu entwickeln. Bis zum kommenden Samstag ist Pfarrer Ant jedoch erstmal auf Wallfahrt in Krakau.

(NGZ/jul)