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Pfadfinder in Neuss unterstützen Scouts in der Ukraine

Pfadfinder in Neuss : Ein Aufnäher unterstützt Opfer des Ukraine-Kriegs

Jeden Tag eine gute Tat: Diesem Anspruch der katholischen Pfadfinderschaft St. Georg kann man auch mit Nadel und Faden gerecht werden. Wie, das stellte jetzt die in Holzheim ansässige Bundesleitung des Jugendverbandes vor.

Flagge zeigen und Gutes tun. Eine Gelegenheit dazu schafft die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), die einen Spendenaufnäher entworfen hat, mit dem man auch Solidarität mit der Ukraine üben kann. Vom Kaufpreis des Aufnähers mit dem Slogan „Kein Krieg“ gehen zwei Euro an den Solidaritätsfonds der Weltpfadfinderorganisation (WOSM). Erhältlich ist er im Rüsthaus, der Zentrale der DPSG in Holzheim.

Der Aufnäher wurde kurz nach Kriegsausbruch von der DPSG erstellt, wobei Ehrenamtler sowie Pfadfinder deutschlandweit zusammengearbeitet haben, berichtet Charlotte Kossler, Sprecherin der DPSG in Neuss. Das Motiv zeigt die Aufschrift „Kein Krieg“ sowohl auf Deutsch, als auch auf Ukrainisch. Mit dem Zusatz „Scouting for Peace“ und einer Friedenstaube als Symbol für den Frieden, sowie der Weltbundlilie vermittelt der Spendenaufnäher der DPSG eine eindeutige Botschaft. Wer den Spendenaufnäher auf der Kluft trägt, zeige sich solidarisch mit den unschuldigen Opfern des Krieges in der Ukraine, wird auch auf der Website des Verbandes geworben. Dieser Akt der Solidarität mache zugleich auf das Spenden-Projekt der DPSG aufmerksam.

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Durch den Verkauf sind bereits 35.000 Euro zusammengekommen. Dieses stolze Ergebnis wurde jüngst auf der DPSG-Bundesversammlung erwähnt, die in Passau zusammenkam. Das Geld fließt in den Solidaritätsfonds, der auch den ukrainischen Pfadfindern Mittel für ihre Arbeit mit Binnenflüchtlingen zur Vefügung stellt. Doch auch andere nationale Pfadfinderorganisationen erhalten durch den Verkauf und die Spende an den Solidaritätsfonds der WOSM Unterstützung. Denn auch Organisationen in Polen, Moldawien und Rumänien beweisen Mitmenschlichkeit und bieten Flüchtlingen aus der Ukraine ihre Hilfe an. Sie erfahren die gleiche Förderung, wie die Pfadfinder in der Ukraine. Geld, wie auf der Bundesversammlung betont wurde, um auch weiterhin lebenswichtige Güter, Unterkünfte und Freiwillige, sowie wichtige Logistik bereitstellen zu können.

Dass die Hilfe ankommt, unterstrich Olha Dybkalik. Sie vertrat in Passau den ukrainischen Pfadfinderverband NOSU und brachte in einer bewegenden Rede die Dankbarkeit ihrer Landsleute zum Ausdruck. Dybkalik lobte die Initiative der DPSG im Zusammenhang mit dem Spendenaufnäher „Kein Krieg“ und sprach darüber hinaus über die Bedeutung und Wichtigkeit von Scouting bei der Bewältigung von Krisen und Notlagen auf der ganzen Welt.

„Als DPSG stehen wir an der Seite der NOSU“, betonen die Bundesvorsitzende Annkathrin Meyer, der Bundesvorsitzende Joschka Hench und Bundeskurat Matthias Feldmann. Sie leiten von Neuss aus einen katholischen Jugendverband mit bundesweit 80.000 Mitgliedern. In Neuss sind ihm die Stämme „Malteser“ und „Alfred Delp“ angeschlossen.“