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Neuss: Per Rad sicher zum Romaneum

Neuss : Per Rad sicher zum Romaneum

Das Basisnetz der Neusser Radwege ist stadtweit 120 Kilometer lang. CDU-Ratsherr Bongards kämpft für weitere "Optimierung". Jetzt wird das Romaneum für Radler problemloser zu erreichen sein. Der ADFC lobt und macht Druck.

In ihrer Freizeit steigen viele Neusser gern aufs Rad, um einen Ausflug ins Grüne zu machen. Das hat Tradition. Wenn aber — wie zuletzt — die Spritpreise steigen, dann gewinnt das Rad auch als Transportmittel an Bedeutung. Das sieht auch Dirk Bongards so: "In Zeiten knapper Kassen ist die Optimierung des Radwegenetzes oftmals günstiger als der Ausbau des ÖPNV." Der CDU-Ratsherr ist auch Vorsitzender des Unterausschusses Radverkehr, der morgen zu einer Sitzung zusammenkommt.

Wie viele Kilometer Radweg in Neuss zur Verfügung stehen, ist eine Frage der Definition. Für Bongards hilft ein Blick in die Unterlagen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Der habe im strengen Winter 2010/11 eine Karte der Radwege erstellt, die nach seiner Auffassung geräumt werden müssen, da sie für den Radverkehr besonders wichtig sind. Dieses Netz ist 120 Kilometer lang. Bongards: "Es kann — unabhängig von seiner baulichen Qualität — als ein Basisnetz bedeutender Alltagsrouten angesehen werden."

In Augen von Heribert Adamsky, Sprecher des ADFC in Neuss, gibt es stadtweit noch "viele Problemzonen". Er sagt aber auch, dass "viele Maßnahmen in die richtige Richtung" gehen. Zu den Verbesserungen zählen Bongards und Adamsky die kurz vor dem Abschluss stehende Anbindung des Romaneum an das bestehende Radwegenetz. Sie sehen in der Anbindung einen wegweisenden Schritt für eine bessere Radquerung über den Wendersplatz hinweg bis zur Hammer Landstraße. Dieser Lückenschluss wird von den innerstädtischen Radlern seit langem gefordert.

Die bestehenden Radfahrstreifen auf der Zollstraße werden bis zur Oberstraße verlängert. Vor dort erfolgt die Führung des Radverkehrs über einen für beide Richtungen freigegebenen Radweg auf die Nordseite der Straße Am Kehlturm bis zur Hymgasse, die entgegen der Einbahnrichtung geöffnet wird, so dass eine Verbindung zum Markt entsteht. Damit sind die bestehenden Radwege auf der Batterie- beziehungsweise Hammer Landstraße besser zu erreichen. Später ist auch eine Ergänzung der Radverkehrsanlage östlich des Kehlturms vorgesehen. Adamsky lobt die angedachte Lösung als "sehr gut", wenngleich die Umsetzung im ersten Schritt noch "nicht perfekt" sei.

Adamsky fordert auch eine bessere Verbindung auf der Nord- Südachse parallel zum Hauptstraßenzug. Angedacht ist, daran erinnert Bongards, die Oberstraße zwischen Peter-Wilhelm-Kallen-Straße und Zollstraße für den Radverkehr zu öffnen. Adamsky und der ADFC würden sich eine Auffahrt vom Markt auf den Freithof und weiter zur Quirinusstraße wünschen: "Das wäre eine sehr gute Lösung."

(NGZ)