Neuss: Paul-Schneider-Haus wird ein Pflegestützpunkt in Erfttal

Neuss: Paul-Schneider-Haus wird ein Pflegestützpunkt in Erfttal

Im Paul-Schneider-Haus eröffnet an diesem Donnerstag eine Zweigstelle des Pflegedienstes der Diakonie Neuss-Süd. Damit hat der Hausherr, das Diakonische Werk Neuss-Süd, nun eine neue Verwendung für jenen Teil des Gebäudes in Erfttal gefunden, der bis Ende März als Gemeindezentrum genutzt worden war. "Unser Ziel ist eine gute Beratung und Unterstützung der Erfttaler Bevölkerung in Kooperation mit dem Bürgerhaus", definiert Diakonie-Geschäftsführerin Karen Rothenbusch das Ziel.

Die evangelische Kirchengemeinde Neuss-Süd hatte sich Anfang des Jahres entschlossen, das Paul-Schneider-Haus, wo sie nur Mieter war, als Ort für Gottesdienste aufzugeben. Seit April nutzen die afrikanische "Gods Family Church" und die polnische Gemeinde "Emmanuel", beides evangelisch-freikirchliche Gemeinden, den Kirchenraum. Das soll auch so bleiben, sagt Rothenbusch, zumindest vorerst. Denn die Diakonie braucht für ihren Pflegestützpunkt zunächst den Raum, den der Pfarrer für die Sprechstunde nutzte. Dieser wurde für Beratungszwecke hergerichtet. Für den Anfang. Sprechstunde ist dort in der Startphase immer dienstags von 13.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 10 Uhr.

Erst im November 2012 hatte die Diakonie Neuss-Süd in dem Weckhovener Heinrich-Grüber-Haus einen ambulanten Pflegedienst angesiedelt. Er soll das Angebot des Hauses von der stationären Aufnahme über die Seniorenwohnungen bis hin zur Tagespflege ergänzen. Die Nebenstelle in Erfttal wird ähnlich aufgestellt, denn das Pflegeheim im Paul-Schneider-Haus ist von allen Veränderungen im Haus unberührt geblieben. Werner Schell vom "Pro Pflege Selbsthilfenetzwerk" begrüßt den Pflegestützpunkt. Damit werde ein Fortentwicklung des Quartierskonzeptes möglich, meint er.

(-nau)
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