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Neuss: Patronatstag der Sebastianusschützen auf der Furth

Neuss : Patronatstag der Sebastianusschützen auf der Furth

Mit einer Messe in St. Josef begann die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Sonntag ihren Patronatstag. Zum Unmut des Komitees hielten sich viele Schützen vor der Kirche auf und blieben der – dennoch gut besuchten – Messe fern.

Mit einer Messe in St. Josef begann die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Sonntag ihren Patronatstag. Zum Unmut des Komitees hielten sich viele Schützen vor der Kirche auf und blieben der — dennoch gut besuchten — Messe fern.

Beim anschließenden Festakt im Zelt auf dem Kirmesplatz wollte aber keiner fehlen. Begleitet von der Kapelle "Frohsinn" Norf und dem Bundesfanfarencorps wurde der Schutzpatron der Bruderschaft gefeiert. Auf dem Programm standen zahlreiche Mitglieder-Ehrungen für besonderes Engagement.

Besonders ausgezeichnet wurde Helmuth Roscheck, seit 1968 Mitglied der Schützenbruderschaft. Er erhielt das Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz. In seiner Mitgliedschaft habe Roscheck sich vielfältig für die Bruderschaft und deren Ideale "Glaube, Sitte, Heimat" engagiert, sagte Präsident Rolf Stein.

Viel Beifall erhielt Festredner Ludger Baten, Redaktionsleiter der NGZ und selbst Schütze. In seinem Vortrag beschrieb er seinen Weg zum Schützentum als "ins Rheinland eingewanderter Westfale". Vor fast 35 Jahren nach Neuss gekommen, habe er nur drei Institutionen gekannt. "Den VfR 06, die Neusser Blumenversteigerung und die Galopprennbahn." Alle drei seien heute mehr oder weniger unbedeutend geworden. "Marketing—Botschafter leuchten schnell, sie platzen aber auch ebenso schnell."

Dem Neusser Schützenfest könne das jedoch nicht passieren, so Baten. Damit sei das Schützenfest auch ein Vorbild für die Politik. "Weniger Marketing — mehr Mut zur eigenen Meinung", appellierte Baten unter dem Applaus der etwa 700 Zuschauer.

Baten hob das Engagement der Further Schützen hervor. Mit Eigenmitteln hatten diese seit 1998 den Sebastianusplatz mit Brunnen, die Fackelbauhalle, den neuen Schießstand und den Hermann—Josef—Dusend—Platz gestaltet. gesamtwert: 500.000 Euro. "Ich sage: Kompliment", lobte Baten.

(NGZ)