1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Parteien lehnen Kürzung beim Haus der Jugend ab

Neuss : Parteien lehnen Kürzung beim Haus der Jugend ab

Das Haus der Jugend soll im kommenden Jahr über den gleichen Etat verfügen wie bereits in 2011. Es soll keine Einsparungen geben. Dafür haben sich Dienstag die Parteien im Jugendhilfeausschuss einstimmig ausgesprochen.

Die rund 30 anwesenden Jugendlichen atmeten hörbar auf. Jedoch muss der Beschluss noch durch den Finanzausschuss und den Rat. Zusätzlich zur negativen Aussprache über die möglichen Kürzungen betonten die Politiker, dass eine Schließung der Einrichtung für sie nicht infrage käme.

"Das Angebot des ,Hauses' wird viel genutzt und die Einrichtung liegt zentral in der Innenstadt, direkt an der Bushaltestelle", sagte Susanne Benary-Höck (Grüne). Zudem befürchteten viele eine Kürzung der Personalstellen durch eine Fusion mit dem Greyhound Pier 1. Zurzeit arbeiten drei Betreuer im Haus der Jugend sowie 2,5 im Greyhound. Bei einer Zusammenlegung sollten diese Stellen jedoch nicht wegfallen, so die allgemeine Meinung.

Darüber hinaus sei es "sehr schade, dass die beiden Einrichtungen gegeneinander ausgespielt werden", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Hannelore Staps (SPD). "Beide Jugendhäuser sollen bestehen bleiben."

Vorsitzender Thomas Nickel (CDU) griff jedoch ein und schob die Diskussion über die Erhaltung oder Fusion der Jugendeinrichtungen erst einmal in weite Ferne. "Die Zukunft der Einrichtungen ist noch offen. Es kann auch sein, dass das Greyhound vom Haus der Jugend übernommen wird. Das werden wir im kommenden Jahr prüfen. Heute geht es nur um die Kürzung von 25 000 Euro und die Frage, ob es einen Weg für eine Einsparung gibt."

Aus Kostengründen beabsichtigt die Jugend- und Sozialverwaltung, das Haus der Jugend mit der städtischen Jugendeinrichtung Greyhound Pier 1 zusammenzulegen. So würde die Stadt rund 130 000 Euro Zuschüsse an den kirchlichen Verein "Offene Tür Neuss", der das Haus der Jugend betreibt, sparen. Weil sich das Vorhaben für 2012 noch nicht realisieren lässt, will die Stadt zumindest die Zuschüsse um 25 000 Euro verringern.

(NGZ)