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Neuss: Papierindustrie fordert bezahlbare Energie

Neuss : Papierindustrie fordert bezahlbare Energie

FS-Karten im Barbaraviertel ist nach eigenen Angaben der größte Gas-Kunde der Stadtwerke Neuss (SWN). Gleichzeitig zählt das Werk zu den energieintensiven Produktionen. Mit einem Anteil von zehn Prozent am Kostenblock ist die Energie einer der relevanten Wettbewerbsfakoren für die Papierindustrie. "Die Preise für Energie entscheiden letztlich über die Zukunft unserer Branche am Standort Deutschland", sagt der Neusser SPD-Ratsherr Hubert Esser und fordert bezahlbare Energie, die "wir in unseren Unternehmen für die Planungssicherheit benötigen". Zum Vergleich: Auch die Personalkosten liegen bei zehn Prozent der Ausgaben.

Hubert Esser als Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates war gestern gemeinsam mit der Geschäftsführung von FS-Karton Gastgeber einer Tagung zum Thema Strukturwandel in der Papierindustrie, an der Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) als Ausrichter ebenso teilnahmen wie Sprecher der Unternehmensverbände.

Für die Landesregierung legte Günther Horzetzky, Staatssekretär im Umweltministerium, ein Bekenntnis zum Standort NRW ab: Das Land habe nie vergessen, "dass seine Basis eine starke und zukunftsweisende Industrie ist". Ein Fleißkärtchen verteilte Reiner Hoffmann, IGBCE-Chef Nordrhein, an die rot-grüne Regierung in Düsseldorf. Der aktuelle Koalitionsvertrag sei im Vergleich zu seinem Vorgänger aus dem Jahr 2010 eine Verbesserung: "Er stärkt die energieintensiven Industrien."

FS-Karton produziert mit 350 Mitarbeiter jährlich 400 000 Tonnen Faltschachtelkarton. Die erforderliche Energie für den "Zukunftsmarkt Verpackungen" liefert ein eigenes Gas-Kraftwerk.

(NGZ)