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Neuss: Obererft: Anwohner sorgen sich um Biotop

Neuss : Obererft: Anwohner sorgen sich um Biotop

Die Interessengemeinschaft Schillerstraße sieht – noch – keinen Grund, die Internetseite zu schließen.Denn obwohl die Anwohner die Entscheidung des Planungsausschusses, das Areal des Alexianerklosters nicht über eine Verlängerung der Schillerstraße zu erschließen, mit Freude zur Kenntnis genommen haben, bleiben aus ihrer Sicht zwei Punkte offen.

Die Interessengemeinschaft Schillerstraße sieht — noch — keinen Grund, die Internetseite www.biotop-obererft.de zu schließen.Denn obwohl die Anwohner die Entscheidung des Planungsausschusses, das Areal des Alexianerklosters nicht über eine Verlängerung der Schillerstraße zu erschließen, mit Freude zur Kenntnis genommen haben, bleiben aus ihrer Sicht zwei Punkte offen.

Erstens, so erklärt Angela Rath, die Sprecherin der IG, steht die Bestätigung dieses Beschlusses durch den Rat noch aus. Die soll im September erfolgen. Zweitens sieht der Rahmenplan für das Alexianer-Gelände eine Verlängerung der Schillerstraße mit einem Radweg vor.

Das soll den Anreiz für die künftigen Bewohner des neuen Quartiers erhöhen, häufiger das Rad zu benutzen, wird aber von der Interessengemeinschaft abgelehnt. Denn auch eine Fußgängerbrücke würde einen Eingriff in das Biotop Obererft bedeuten, sagt Rath, "und genau das wollen wir nicht."

Die Initiative sei vor mehr als einem Jahr nicht angetreten, um nur die Interessen der Anlieger einer ruhigen Wohnstraße zu verteidigen, sagt Rath, sondern um mit der Aue der Obererft eine der letzten grünen Enklaven im städtischen Ballungsraum zu schützen. Hinzu komme, sagt Rath mit Blick auf die Nordkanalallee und eine weitere Brücke über die Obererft, dass diese dann dritte Brücke innerhalb weniger hundert Meter unnötig sei.

Die IG Schillerstraße hatte sich gegründet, nachdem erste Pläne bekannt geworden waren, das Klostergelände nach Auflösung des Alexianer-Krankenhauses im Jahr 2014 für eine Wohnbebauung zu nutzen. Hauptknackpunkt: die Erschließung. Dass die Variante Schillerstraße nun verworfen wurde, schreibt sich die IG allerdings nicht alleine auf die Fahnen. "Wir haben das Thema nur offen gehalten."

(NGZ)