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Neuss: Notfallrettung will stark Übergewichtige fahren

Neuss : Notfallrettung will stark Übergewichtige fahren

Die Notfallrettung Kießling, vor zwei Jahren als privater Anbieter eines qualifizierten Krankentransportes im Rhein-Kreis zugelassen, will ihr Angebot auf schwergewichtige Menschen mit einem Körpergewicht von bis zu 550 Kilogramm ausweiten.

Beim Kreis als Träger des Rettungsdienstes hat das Wuppertaler Unternehmen einen entsprechenden Antrag gestellt, erklärte Firmenchef Matthias Kießling.

Kießling sieht einen steigenden Bedarf für Schwer-Adipöse, wie stark übergewichtige Menschen auch heißen. Etwa 20 bis 30 Transporte dieser Art würden jährlich im Rhein-Kreis angefordert, sagt er. Menschen mit einem Körpergewicht von 240 bis 260 Kilogramm würden durch die Notfallrettung Kießling mit einer gewissen Regelmäßigkeit gefahren, berichtet Kießling, Menschen mit bis zu 350 Kilo würden aber auch schon transportiert. "Nicht viele Transporte, aber auch die müssen qualitativ gut abgewickelt werden." So hat er einen Schwerlast-Intensiv-Rettungswagen für seine Flotte angeschafft – mit speziellen Hebevorrichtungen und ausreichend breiter Trage.

Vor zwei Jahren hatte die Notfallrettung Kießling an der Moselstraße eine Wache eingerichtet und damit im Krankentransport eine Alternative zu den Rettungsdiensten von DRK, Maltesern und Johannitern geschaffen. Vom Rettungsdienst bleibt das Privatunternehmen, das über ein eigenes Qualitätsmanagement verfügt und jetzt als Dienstleister im Gesundheitswesen zertifiziert wurde, ausgeschlossen. Mit Übertragung der Zuständigkeit für die Schwergewichte, würde die Angebotspalette breiter.

(NGZ)