Norfer "Tanzteufel" ehren ihren Sitzungspräsidenten Hellmut Gummersbach

Kostümsitzung in Norf : „Tanzteufel“ ehren Sitzungspräsident Hellmut Gummersbach

Die 22. Kostümsitzung im 25. Jahr des Bestehens des Norfer Narren-Clubs in der Norfer Gesamtschule war bereits seit April ausverkauft.

Fast alle der rund 250 Besucher waren in Verkleidung gekommen. Den Kauf der Eintrittskarten dürften sie nicht bereut haben. Was auffiel: Vier von zehn Programmpunkten wurden von den „Tanzteufeln“ gestaltet – da gab es ganz spektakuläre Sachen zu sehen.

Die „Tanzteufel“ sind die gut zwei Dutzend Tänzerinnen des Norfer Narrenclubs. Ach ja: Mit Marcel Schinke ist auch ein junger Mann mit von der Partie. Er hatte eine wahrlich tragende Rolle übernommen, ermöglichte mit seiner Kraft so manche Hebefigur. Es sollte nach der Pause aber noch spektakulärer werden: So manchem Besucher dürfte der Atem gestockt haben, als die Trainerin Jennifer Jäntsch und Mara Mangenden Handstand machte, ohne mit den Händen den Boden zu berühren. Zum Schluss traten die Tanzteufel als Bauarbeiter auf: Dieser Showtanz war eine Hommage an den Sitzungspräsidenten Hellmut Gummersbach: Der Mann der Vorsitzenden Iris Gummersbach übernahm jetzt zum letzten Mal die Leitung der Sitzung. Er überließ die eine oder andere Moderation bereits seiner Nachfolgerin Nicole Schmitz. Und er übergab den Tänzerinnen ein Schild mit einem Teufel drauf, gestaltet von der Norfer Holzkünstlerin Conny Heuser. So toll die Auftritte der „Tanzteufel“ auch waren: Auch die übrigen Akteure lieferten klasse Leistungen auf der Bühne ab. Da war zum Beispiel Axel Höfel als „ne kölsche Köbes. Er erzählte von „Greta Feinstaub“ und machte sich über die Datenschutzgrundverordnung lustig: „Patienten dürfen nicht mehr mit Namen aufgerufen werden – der nächste Patient ist der mit dem Tripper, heißt es heute.“

Eine politische Büttenrede in Form von Cover-Songs boten Carsten Forg und Roland Janssen als „et Zweigestirn“. Neben deutschen Politikern bekamen auch Trump und die Brexit-Briten ihr Fett weg. In dem „Lied über den kleinen Kevin“ kam auch der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert schlecht weg. Das Publikum erlebte in Norf beste Unterhaltung mit Niveau.

(barni)