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Neuss: Nordstadt feiert 125 Jahre Josefskirche

Neuss : Nordstadt feiert 125 Jahre Josefskirche

Mit Festmesse, Vorträgen des Kölner "Sozialpfarrers" Franz Meurer und von Max Tauch sowie Oktoberfest, Konzerten, Ausstellungen und Gottesdiensten wird vom 5. bis zum 13. Oktober rund um die Josefskirche in der Nordstadt gefeiert.

Für viele Menschen auf der Furth ist sie das Sinnbild für "Heimat": die Josefskirche, nach St. Quirin die älteste katholische Pfarrkirche auf Neusser Stadtgebiet. Dank vieler persönlicher und finanzieller Opfer der Bevölkerung konnte 1883 mit dem Bau nach Plänen des Regierungsbaumeisters Julius Busch begonnen werden. Am 7. Oktober 1888 schließlich weihte der damalige Kölner Erzbischof Krementz die Kirche. Dieser Tag jährt sich zum nunmehr 125. Mal. Das feiern die Menschen im Neusser Norden eine ganze Woche lang mit einem bunten, prall gefüllten Programm.

"Seit 125 Jahren ist diese wunderschöne Kirche geistlicher, religiöser und liturgischer Mittelpunkt auf der Neusser Furth", schreibt der Leitende Pfarrer Hans-Günther Korr im Vorwort zur druckfrisch vorliegenden Gemeindechronik, die ab sofort im Pfarrbüro erhältlich ist. Korr freut sich über ein reges und buntes Pfarrleben, das der Neusser Künstler Wilfried Küfen anlässlich des Jubiläums in einem gewohnt humorvollen Wimmelbild zusammengefasst hat.

Während eines Fest-Hochamts mit Dompropst Norbert Feldhoff am 6. Oktober um 11.15 Uhr mit anschließendem Empfang im benachbarten Papst-Johannes-Haus werden die Feierlichkeiten offiziell eröffnet. Am 7. Oktober, dem eigentlichen Jahrestag der Weihe, spricht der ehemalige Neusser Museumsdirektor Max Tauch ab 19.30 Uhr über "Die St. Josefskirche und ihre baukünstlerische Stellung".

Ein weiterer Höhepunkt der Festwoche ist sicherlich der Abend mit dem aus dem Fernsehen als Sozialpfarrer bekannten Kölner Franz Meurer, der in seiner Pfarreiengemeinschaft in den Stadtteilen Höhenberg und Vingst ein Netz beispielhafter Solidarität gesponnen hat. "Wir essen das Brot — wir leben vom Glanz" oder "Wo's arm ist, darf es nicht ärmlich sein" heißt das Thema, zu dem er am Mittwoch, 9. Oktober, ab 19.30 Uhr im Papst-Johannes-Haus spricht.

Am Dienstag, 8. Oktober, kommen die Mädchen und Jungen der katholischen Karl-Kreiner-Schule mit einem Thementag "Danken kommt von Denken" zum Zug. Den Tag beschließt um 19 Uhr ein ökumenisches Taizé-Gebet. Wie sich auch die Mode bei der Erstkommunion in den vergangenen 125 Jahren verändert hat, zeigt am 9. Oktober die Frauengemeinschaft nach ihrer Messe (14.30 Uhr) bei einer Foto-Präsentation. Die Senioren stehen am Donnerstag der Festwoche im Mittelpunkt: Nach der Messe um 14.30 Uhr, in der auch die Krankensalbung gespendet wird, beginnt im Saal des Papst-Johannes-Hauses ein "bunter Nachmittag". Am Abend wird der 2011 in Cannes ausgezeichnete Spielfilm "Von Göttern und Menschen" gezeigt. Beginn: 19.30 Uhr. Die Gestaltung des Freitags hat die Jugend übernommen. Um 18.30 Uhr beginnt die Messe mit Spontan-Chor und Band der KjG, später wird Party gefeiert. Besinnlicher geht das Programm am Samstag, 12. Oktober, weiter. Nach der Kranzniederlegung mit Totengedenken auf dem Weißenberger Friedhof gestaltet das Bundesfanfarencorps die Festmesse der Schützen um 17 Uhr. Im Anschluss daran hat die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft zu einem Bayerischen Abend ins Papst-Johannes-Haus geladen, bei dem das Duo Alpensterne und die Further Schützenkapelle zünftig aufspielen wollen. Die Festwoche beschließt ein buntes Pfarrfest am 13. Oktober ab 11.15 Uhr. Wilfried Küfen nimmt sich ab 13 Uhr eine Stunde Zeit, das von ihm gestaltete Poster zu signieren. Ebenfalls um 13 Uhr beginnt das Platzkonzert des Bundesfanfarencorps Neuss-Furth.

(NGZ)