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Neuss: Nikolaus trotzt dem Regen

Neuss : Nikolaus trotzt dem Regen

Das schlechte Wetter konnte am Samstag die Menschen nur anfangs abhalten, den Nikolausmarkt auf der Furth zu besuchen. Als die Wolken sich verzogen, kamen sie in Scharen. Das war auch am Sonntag nicht anders.

Wenn es nach Glühwein und Spekulatius an der Neusser Weyhe duftet, dann wissen die Nordstädter Bescheid: Der Nikolausmarkt hat eröffnet. Bereits zum 16. Mal standen am Wochenende die beleuchteten Holzhäuschen und bunten Wichtelbuden entlang der Straße und luden ein zum gemütlichen Schlendern über den Markt. Bevor jedoch die Großen die Holzbuden überhaupt erreichen können, wird erst einmal eine Runde mit dem Karussell oder der nostalgischen Eisenbahn lautstark von den Kleinen verlangt.

So auch bei Familie Gierling. Vater Andreas und Mutter Sonja sind mit Linus (5) und Laura (2) zum Marktbesuch aufgebrochen: "Ich glaube, wir kommen schon immer hierhin; ich bin ja hier auch groß geworden. Nur ein bisschen warm ist es dieses Jahr, letztes Jahr lag doch schon Schnee", berichtet Andreas Gierling.

Das Wetter hat es am Samstagmorgen auch in diesem Jahr nicht gut gemeint mit dem Initiativkreis Nordstadt, dem Veranstalter des Marktes. Fieser Regen und Wind sorgten zunächst für wenig Besucherandrang, da half auch die Früchteteemischung "Neusser Sauwetter" an einer Bude nichts. "Wir sind glücklich trotz Regen, wetterabhängig sind wir doch immer. Außerdem, wenn es trocken wird, dann kommen die Leute, ganz sicher", sagt Ingrid Schäfer, Geschäftsführerin des Initiativkreises.

Und so war es dann auch. Als sich am Samstagnachmittag die Regenwolken einigermaßen verzogen hatten, wurde es richtig voll auf dem Gang zwischen den Buden. "Unsere Kombi mit dem Streichelzoo für Kinder und eine familiäre Atmosphäre sind einfach unschlagbar", weiß Schäfer aus Erfahrung. "Aber auch das Angebot an den Buden wird von uns sorgfältig ausgewählt. Kein Ramsch und kein Kitsch", ergänzt Toni Selders, Vorsitzender des Initiativkreises.

Sabine Britz und Dorothee Maxisch verkaufen als "Kunterbunt und mehr" Selbstgenähtes und -gestricktes wie Taschen, Kissen oder Wichtel. Sie sind zum ersten Mal als Verkäufer dabei, aber besuchen den Markt schon viele Jahre. Das weitere Angebot erstreckte sich von weihnachtlicher Dekoration und Getöpfertem über Schmuck und Holzspielzeug bis zu Gewürzen und im Feuerofen gebackenem Brot. "Wir als Initiativkreis machen jedoch meist ein ganz kleines Minus mit dem Markt", sagt Selders, "und dieses Jahr noch mehr, weil auch wir vom neuen Gema-Gesetz, Gebühren nach Fläche und nicht nach Besucherzahlen abzurechnen, betroffen sind." Traditionell wurde der Markt mit dem Geläut von St. Joseph und dem Anzünden von 1000 Wunderkerzen beendet.

(NGZ)