Nicht nur „Kaffeepausenlesungen“ bestimmen das Programm von „Neuss liest Karen Duve“.

„Neuss liest ein Buch“ : Karen Duve und Annette von Droste-Hülshoff

Nicht nur „Kaffeepausenlesungen“ bestimmen das Programm von „Neuss liest Karen Duve“.

Es hat begonnen – das Lesefestival „Neuss liest Karen Duve“. Mit der Auftaktveranstaltung in der Stadtbibliothek und der Autorin Karen Duve, deren Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ im Fokus steht, wurde auch der Startschuss gegeben für das Gesamtprogramm. In „Kaffeepausenlesungen“ aus dem Roman über einen Sommer der Dichterin Annette Droste-Hülshoff wird das Buch an verschiedenen Stellen in der Stadt kapitelweise gelesen. Aber es gibt auch andere themenbezogene Bücher, die dabei vorgestellt werden – entweder von Duve selbst geschrieben oder eben über die Dichterin Droste-Hülshoff.

So stellt Beate Pricking vom Förderverein Pro Stadtbibliothek heute „Annette schreibt eine Ballade“ von Judith Merchant im Café Crème (Münsterstraße 8, 15 Uhr) vor. „Warum die Sache schief geht – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen“ wiederum stammt aus der Feder von Karen Duve und wird von Stefanie Bednarczyk und Kerstin Wilke für den Veranstalter Transition Town Neuss gelesen. Dafür wird am Freitag, 18. Oktober, ein ganz besonderer Ort ausgewählt: der Folientunnel des Urban-Gardening-Projekts im Botanischen Garten (Eingang Bergheimer Straße 67). Zwischen Tomaten, Auberginen und anderem Gemüse wird gelesen.

In ihrem Roman wirft Duve die Frage auf, wie die Menschheit an den kritischen Punkt gelangen konnte, an dem sie sich heute zweifelsohne befindet. So ernüchternd und entmutigend ihre Analysen mitunter auch sein mögen, sind sie doch vor allem Eines: sehr unterhaltsam. Das Publikum wird selbst darüber abstimmen, welche Textstellen es besonders interessant findet und vorgetragen werden sollen. Der Eintritt zu der Lesung, die um 19 Uhr beginnt, ist frei.

Die Wege im Botanischen Garten sind ausgeleuchtet. Da der Folientunnel nicht beheizt ist, sind warme Kleidung und eventuell das Mitbringen einer Decke angeraten. Bereits ab 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, sich über das Urban-Gardening-Projekt zu informieren.