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Neuss: NGZ-Ferienaktion: Mit dem Bus durch den Hafen

Neuss : NGZ-Ferienaktion: Mit dem Bus durch den Hafen

Im Mittelalter verlagerte der Rhein sein Bett. Seither fließ er zwei Kilometer östlich an Neuss vorbei. Für die Stadt war das eine schwierige Situation, denn sie verlor ihre Lebensader.

Was einst eine Bedrohung war, erwies sich ab Beginn des 19. Jahrhunderts als Glücksfall: Der Rhein ließ Altarme zurück und 350 Hektar Fläche zwischen sich und der Stadt — ideale Voraussetzungen für den Industrie- und Handelshafen Neuss, als dessen Gründungsjahr 1837 gilt. Damals wurde der Ausbau des Erftkanals als Anbindung an den Rhein abgeschlossen. Neuss verfügte somit über einen Sicherheitshafen, der erstmals Schiffe vor Eis und Hochwasser schützte.

Aus den bescheidenen Anfängen wurden die Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH) mit 500 Hektar Fläche und 28,5 Kilometer Uferlänge 15,3 Millionen Tonnen Umschlag und 260 Mitarbeitern der zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands. Nur der Duisburger Logport ist größer. Knapp 300 Unternehmen mit über 7000 Beschäftigten haben ihren Sitz — an den Standorten Neuss und Düsseldorf — im Hafen. Statistiker rechnen, dass an jedem Arbeitsplatz im Hafen zwei weitere hängen. Somit würden die NDH für über 20 000 Menschen in der Region Broterwerb bedeuten.

Das vielfach unentdeckte Neusser "Tor zur Welt" schließt die NGZ mit dem dritten Angebot ihrer Ferienaktion auf. Mit dem Sonderbus der Stadtwerke geht es am Mittwoch in die Häfen Neuss und Düsseldorf. Insgesamt zwei Stunden zeigt mit NDH-Pressesprecher Thomas Düttchen ein Intimkenner des Hafens den NGZ-Leser die verborgenen Seiten im "Herzen der Neusser Wirtschaft". Zum Ausklang werfen die Leser bei Kaffee und Kuchen von der eleganten Pegelbar einen Blick auf das Hafenbecken I und das Quirinusmünster.

(NGZ)