Neuss: Neusser zeigen ihre Werke in Schloss Dyck

Neuss: Neusser zeigen ihre Werke in Schloss Dyck

Neusser Künstlerkreis auf Landpartie. Das Motto: "Zeigen ist die Lebensfrage für den Künstler".

Alles andere als selbstverständlich: Robert Jordan, seit vergangenem Jahr Vorsitzender des Neusser Künstlerkreises, schickte am Wochenende seine Schützlinge "auf Landpartie": Gemeinsam mit der Künstlergruppe "Querschnitt" kam so eine sehenswerte, facettenreiche Ausstellung an einem sehenswerten Ort, dem Stallhof von Schloss Dyck, zustande. Sie stand unter dem Motto "Zeigen ist die Lebensfrage für den Künstler".

Der Frühling wird so stabil nicht bleiben - im Stallhof gab es die dauerhafte Illusion von Frühling zu kaufen: Hilla Baecker hatte Tulpen im Park von Schloss Dyck fotografiert und das Foto so bearbeitet, dass die Blumen wie Malerei erscheinen - und ein wenig auch wie die Drucke von Andy Warhol. Klaus Menzel holte für zwei Tage den Regenwald nach Schloss Dyck, in seiner üppigen grünen Pracht kann sich das Auge des Betrachters verlieren. Zwei farbenprächtige Papageien sind die i-Tüpfelchen dieses gelungenen Bildes. Karin Gier zeigte Kunst mit Bezug zur Region. "Unter der Oberfläche" deutet darauf hin, dass der Braunkohletagebau für sie eine große Inspirationsquelle ist. Sie verwendet unter anderem Erden aus dem Tagebau. Susanne Altweger zeigte, dass das vermeintlich Banale, Zweckmäßige auch seine visuellen Reize hat: Auf ihren Fotos waren Rolltreppen die prägenden Motive. Inge Martin setzte mit Arbeiten wie "Stille" einen Kontrapunkt zur starken Farbigkeit vieler Bilder. Karla Tänzer ging einen Mittelweg: Die Malerin mit dem Lieblingsmotiv "Menschen" zeigte drei Bilder, auf denen Menschen kommunizieren. Sind es Freunde, ist alles in Ordnung? Graue Hintergründe bilden nicht nur tolle Kontraste, sondern lassen an der totalen Harmonie zweifeln.

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Elke Weiers zeigte Impressionen von einem Afrika-Urlaub. Mit ihrer Malerei verleiht sie den Dorfbewohnern Würde und bringt ihren Respekt zum Ausdruck. Ulrike Wamprecht ist das verbindende Element im wahrsten Sinne des Wortes wichtig: Diesmal waren es in Grüntönen bemalte Gipsbinden, die sie miteinander verflochten hat.

Die prachtvollen Oldtimer in Pastell von Peter Lopski machten Lust auf die "Classic Days". Michael Müller kombiniert in seinen kleinformatigen Werken Malerei mit Figuren, spiegelt so das Leben in Neuss auf sympathische Weise wider. Insgesamt hatten sich 20 Künstler an der Ausstellung beteiligt.

(barni)