Neusser Woche: Streit schickt Wohnbau-GmbH in die Warteschleife

Neusser Woche: Wohnbau-GmbH in der Warteschleife

Politische Mühlen mahlen zuweilen langsam. Sie mahlen oftmals dann besonders langsam, wenn sie vom Rhein-Kreis und der Stadt Neuss gefüttert werden. Beispiel Wohnungsbau.

Unstrittig ist, dass kreisweit tausende Wohnungen fehlen, vor allem öffentlich geförderte, deren Mieten von breiten Bevölkerungsschichten auch bezahlt werden können. Vor drei Jahren schlug Landrat Petrauschke erstmals in einem NGZ-Interview vor, eine Kreis-Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Jetzt legte er nach. Drei Millionen Euro stehen als Eigenkapital für eine neue Wohnbau-GmbH im Etatentwurf.

Die Ablehnung ist groß. Sie reicht von der SPD („Niemand braucht eine Kreiswohnungsbaugesellschaft“) bis hin zum Neusser CDU-Politiker Heinz Sahnen („Wir benötigen neue Wohnungen und keine neue Gesellschaft“). Seit drei Jahren hat sich in der Sache nichts getan. Drei verlorene Jahre.

  • In Neuss formiert sich Ablehnung : Sahnen weist die Kreis-Idee einer Wohnbau-GmbH zurück

Im Kern geht es doch darum, ob leistungsstarke Unternehmen wie der Neusser Bauverein auch außerhalb der Stadtgrenzen aktiv werden dürfen und wollen – vorausgesetzt die personellen Ressourcen sind vorhanden. Guter Vorsatz fürs neue Jahr: Stadt und Kreis klären das, weil das gute Ergebnis zählt.

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