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Neuss: Neusser Wahrzeichen

Neuss : Neusser Wahrzeichen

Noch eine Woche – dann ist das Neuss-Plakat des Künstlers Wilhelm Schlote in der NGZ-Geschäftsstelle und im Internet zu kaufen. Der Zeichner hat es nach Anregungen von NGZ-Lesern gestaltet.

Wilhelm Schlote hat nicht zum ersten Mal ein Stadt-Plakat gezeichnet. Und er hat sich auch nicht zum ersten Mal dabei auf die Anregungen aus der Bürgerschaft verlassen dürfen. Aber was aus Neuss bei ihm in seinem Kölner Atelier angekommen ist, hat den Künstler völlig überrascht: "Ein solche Fülle an Mails, Postkarten und Briefen habe ich noch nicht erlebt", sagt er staunend.

... und das Schützenfest. Foto: Woi

Für ihn ist die große Resonanz auf die NGZ-Aktion, bei der die Leser die Anregungen für die Bild-Motive des Neuss-Plakats liefern sollten, vor allem ein Zeichen für die große Verbundenheit der Neusser mit ihrer Stadt. Und das macht er nicht allein an der Fülle der Einsendungen fest, sondern auch an der Qualität. So mancher hat sich große Mühe gemacht, Fotos ausgeschnitten und aufgeklebt. Andere haben die von ihnen vorgeschlagenen Motive als Foto an ihre Mail gehängt, und es gab auch NGZ-Leser, die zum Stift griffen und ihre Vorschläge selbst mit einigen Strichen zu Papier brachten. "Das war absolute Spitze", sagt der überwiegend in Paris lebende Zeichner anerkennend und ergänzt: "Mich haben einige Einsendungen so berührt, dass ich mich auch noch persönlich mit einem Brief bedanken werde."

Und was haben die Neusser nun empfohlen? Das Quirinusmünster natürlich. Es fehlte ebenso wenig wie das Schützenfest, wurde zigfach benannt. Auch das Globe, der Markt, das Rathaus, die Dreikönigenkirche, die NGZ und die Christuskirche wurden benannt. Aber die Liste der Neusser Wahrzeichen umfasst auch Orte und Stätten, die nicht im Zentrum der Stadt zu finden sind. Die Museumsinsel Hombroich etwa, die Antoniuskapelle in Schlicherum, Jröne Meerke in der Nordstadt, die Fleher Brücke auf dem Weg nach Düsseldorf, die Skihalle, die Erftmündung, selbst die immer noch erhältliche Novesia-Goldnuss-Tafel oder die Einfahrt der Firma Brata fiel einigen Lesern bei dem Stichwort ein.

Über einen Mangel an Motiven kann sich Wilhelm Schlote nicht beklagen, und es hat ihm nach eigenen Bekunden große Freude gemacht, die Vorschläge umzusetzen. Er selbst ist mit der gerade abgeschlossenen Arbeit an dem Neuss-Plakat jedenfalls sehr zufrieden und findet, dass "es wunderschön geworden ist, ein Skribbel mit vielen Buntstiftfarben". Natürlich tragen die Motive seine künstlersiche Handschrift, schließlich soll an den Neusser Wänden ja auch "ein Schlote" hängen.

Und er hat etwas eingefügt, dass in Neuss zwar nicht unbedingt heimisch ist, aber viel mit seinem künstlerischen Werdegang zu tun hat: einen Elefanten. "Ganz oben, mit einem bunten Farbklecks", sagt er lachend. Seine gezeichneten Elefantengeschichten waren es nämlich, die ihm die ersten großen Erfolge einbrachten.

(NGZ)