Neuss: Neusser Vorbilder für barrierefreies Wohnen

Neuss : Neusser Vorbilder für barrierefreies Wohnen

Experten treffen sich in der Quirinus-Stadt. Zwei Projekte gelten als beispielhaft und werden besucht.

Barrierefreier Wohnraum ist ein enorm wichtiges Zukunftsthema. Abgesehen von Neubauten gibt es dabei in Neuss ein relativ überschaubares Angebot. Das teilten die Makler Alexander Busch und Karl-Josef Matheisen kürzlich bei der Präsentation des Jahresberichts der Neusser Immobilienbörse mit. Bei einer Fachtagung werden sich Experten im Comundo-Tagungshotel am 6. und 7. März mit dem Thema befassen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zum Thema "Barrierefreier Wohnraum - Stand und Ausblick" geht es unter anderem um eine Analyse des Gebäudebestandes mit Blick auf die Barrierearmut. Schon Stufen vor der Eingangstür, enge Zugänge mit fehlenden Abstellflächen zum Beispiel für Rollatoren sowie fehlende Aufzüge sind häufig ein Problem. Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen bedürfen zudem oft nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch begleitender Angebote - zum Beispiel Hilfe bei Kontakten mit Ämtern, Pflegediensten und Krankenkassen. Ein räumlich zusammengefasstes Angebot kann dabei organisatorisch hilfreich sein. Daher wird bei der Fachtagung als Beispiel das Projekt "Leben in Gemeinschaft" im Bürgerhaus Erfttal in den Fokus gerückt. Zudem wird auf besondere Anforderungen von Demenzkranken hingewiesen. Dabei geht der Blick auf das Memory-Zentrum der St.-Augustinus-Kliniken.

Eröffnet wird die Fachtagung am Montag, 6. März, um 13.30 Uhr von Ludger Gruber, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung, und seiner Kollegin Mechthild Scholl. Im Anschluss stehen Vorträge an. Torsten Bölting, Geschäftsführer der InWis Forschung und Beratung GmbH in Bochum, referiert zum Beispiel über "Barrieren im Wohnumfeld" und rückt dabei Anpassungsbedarf und Investitionssummen in den Blick. Am 7. März steht dann zunächst eine Exkursion ins Bürgerhaus Erfttal an, später geht es dann ins Memory-Zentrum.

Mehr zur Veranstaltung unter www.kas.de im Internet.

(NGZ)