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Neusser Süden vom Verkehr entlasten

Entlastung für den Neusser Süden : Politik beschließt Bau einer Umgehungsstraße

Die Stadt wird eine Umgehungsstraße bauen, um das erweiterte Gewerbegebiet Derikum an eine künftige Autobahn-Anschlussstelle Delrath anbinden zu können. Diesem Vorhaben räumte der Planungsausschuss am Mittwochabend einstimmig höchste Priorität ein.

Zudem wird diese Entlastungsstraße eine wesentliche Komponente in einem neuen Verkehrskonzept für den Neusser Süden, das auf Antrag der SPD ebenfalls auf den Weg gebracht wurde. Beides gemeinsam zu entwickeln, lehnte die Koalition von CDU und Grünen ab.

Denn von dieser Umgehungsstraße macht die Koalition derzeit abhängig, ob sie einer Erweiterung des Gewerbegebietes an Krupp- und Mainstraße um 25 Hektar, die im neuen Flächennutzungsplan festgeschrieben werden soll, zustimmt. „Das Gewerbegebiet ist wichtig“, sagte Sven Schümann (CDU), dem die Erstellung des Gesamtkonzeptes schlicht zu lange dauern würde. Trassenvorschlag aus Sicht der Koalition: Die Dieselstraße, die derzeit die südliche Grenze des Gewerbegebietes markiert, soll westlich bis zur Nievenheimer Straße (L 380) verlängert werden. Der Verkehr in südliche Richtung würde dann bis zur Kreisstraße 30 und auf dieser südlich an Elvekum vorbei und über die Kuckhover Straße bis zum Kreisel am „Kuckhover Feld“ geführt, wo eine ebenfalls neu zu bauende Zufahrt zur Anschlussstelle Delrath angebunden werden soll. Für Schwerverkehr aus und in Richtung Norden, der zum Teil durch Norf und Derikum fährt, seien weitergehende Überlegungen anzustellen, sagt Schümann. Mit dem Vorrang für die Umgehungsstraße reagiert die Politik auch auf Kritik aus Elvekum, das unter dem Durchgangsverkehr leidet – trotz der Beschilderung, die eine Durchfahrt verbietet.

(-nau)