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Neuss: Neusser Schützenfest 2012 - Der große Rückblick

Neuss : Neusser Schützenfest 2012 - Der große Rückblick

Das lange Schützenfest-Wochenende ist vorbei. Vom Böllern am Samstag bis hin zum Wackelzug am Dienstag reihten sich die Höhepunkte aneinander. Wir blicken auf die tollen Tage zurück und zeigen Hunderte Fotos. Vielleicht sind Sie ja auch abgebildet.

Wackelzug: Am Dienstagabend zogen die Neusser Schützen ein letztes mal offiziell durch die Innenstadt. Beim traditionellen Wackelzug feierten sie den neuen König Jörg Antony. Mit teils originellen Kostümen ist der Wackelzug stets besonders formlos und ausgelassen.

Gerade das macht ihn für viele Schützen zu einem Höhepunkt zum Ausklang des Schützenfest-Wochenendes. Gleichschritt und Ausrichtung wurden dem Jubel untergeordnet, und auch die Musiker ließen sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken, befeuerte diese sogar. Statt Marschmusik war mehr als einmal der Hit "Schatzi, schenk mir ein Foto" zu hören.

Königsvogelschießen: Beim Vogelschießen stand nach nur fünf Minuten fest: Jörg Antony, Leutnant im Zug "Flaschenzug" der Schützenlust, ist neuer Schützenkönig von Neuss. Der Einzelbewerber beendete die Zeit der Einsamkeit am Schießstand mit dem 10. Schuss.

Die Neusser Schützen feierten den neuen Regenten aus den Reihen des Schützenlustzuges "Flaschenzug" unmittelbar nach dem Vogelschuss, als ihn Schützenpräsident Thomas Nickel auf der Festwiese proklamierte.

Jörg Antony hatte keinen Mitbewerber. Seit 2005 war es bereits das vierte Mal, dass es nur einen Königsbewerber in Neuss gab. Zuvor hatte es das fast ein halbes Jahrhundert nicht gegeben.

Biwak-Tag: Am Montag zeigte sich das Wetter am Biwak-Tag von seiner besten Seite. So stimmten die Zutaten für einen unbeschwerten Vormittag beim 33. Volksbank-Biwak auf dem Münsterplatz: gutes Wetter, 1300 gut gelaunte Besucher, die herrliche Kulisse der Quirinus-Basilika, kühles Frankenheim-Bier, swingende Musik der "Marines Tribute Band" von der Neusserfurth und ein Gastgeber Rainer Mellis, der in seiner Begrüßung die Pointen und Bonmots gleich serienweise abfeuerte.

Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und ein leichter Wind ließen auch das Biwak, zu dem der Förderverein des RLT die Neusser Schützen zum 14. Mal eingeladen hat, zu einem sommerlichen Vergnügen werden.

Schützenlust-Ball: Wie jedes Jahr lockte am Sonntagabend der Schützenlustball wieder viele Neusser und Freunde in die Stadthalle. Für viele ein Highlight des Schützenfestes, denn hier können Mann und Frau sich von ihrer schönsten Seite zeigen. Für den Ball gilt: Bitte antanzen und zwar in festlicher Kleidung.

Im großen Festsaal der Stadthalle spielt eine Big Band, hier wurde schon zu Anfang der Veranstaltung fleißig das Tanzbein geschwungen. So viele Menschen in Ballkleidern ausgelassen tanzen zu sehen steckt an, sodass das Parkett nie leer war.

Vor allem König Rainer II. und seine Petra lieferten eine tolle Show ab. In ihrem rot-weißem und sehr pompösen Ballkleid, passend zu den Farben des Schützenfestes, schwebte die Königin strahlend mit ihrem Mann durch den Ballsaal.

Die Königsparade: Das Wetter hätte am Sonntag besser sein können, aber die Neusser ließen sich von dem bisschen Regen nicht abhalten, ihren König zu feiern und die farbenprächtige Parade auf dem Markt zu genießen.

Mehr als 7200 Schützen und Musiker — ein neuer Neusser Rekord — ziehen in den folgenden zwei Stunden an den Zuschauern vorbei, und dass es ausgerechnet in diesen zwei Stunden immer wieder regnet — geschenkt.

Davon ließen sich die zumeist mit Capes und Regenschirmen gut ausgestatteten Zuschauer nicht die Laune verderben, und der strahlende König Rainer II. Halm zeigt sich gar gänzlich unberührt. Seinem Gesicht ist anzusehen, wie er jede Minute dieser Parade ihm zu Ehren genießt.

Fackelzug: Mit 100 Großfackeln schoben die Neusser Schützen Samstagnacht so viele Motivwagen wie noch nie durch die Innenstadt. Der Qualität tat dies überhaupt keinen Abbruch. Viele Großtransparente waren ideenreich und aufwändig gestaltet.

Dass der erste große Umzug an den Schützenfesttagen völlig zu Recht auch einer der beliebtesten ist, wurde wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Auffällig war neben der enorm hohen Fackel-Dichte die liebevolle Ausgestaltung zahlreicher Motivwagen, die erahnen ließ, wie viele Arbeitsstunden darin steckten.

Der NGZ-Empfang: Unmittelbar nach dem Böllern fand zum zweiten Mal nach 2011 der NGZ-Empfang statt. 150 geladene Gäste und Schützenkönig Rainer II. Halm stießen zusammen auf ein schönes Schützenfest an.

Schützenkönig Rainer II. Halm hatte am Samstag gleich zwei Gründe zu feiern. Denn die offizielle Eröffnung des Neusser Bürger-Schützenfestes fiel just auf den Tag, an dem er vor 24 Jahren seine Frau Petra heiratete.

"Mit meiner Königin so in das Schützenfest hineinzugehen, ist das Schönste", bekannte Halm beim anschließenden Böller-Empfang der NGZ im Frankenheim-Zelt, wo Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post, ihm und seiner Ehefrau Petra im Namen von gut 150 geladenen Gästen gratulierte.

Das Böllern: Pünktlich um 12 Uhr ist das Neusser Bürger-Schützenfest am Samstag mit dem Böllern offiziell eröffnet worden. Und gleich hier gibt es die erste Neusser Besonderheit. Statt 21 werden in Neuss 27 Schüsse abgegeben.

Als Schützenkönig durfte Rainer II. Halm am Samstag auf dem Wendersplatz die städtischen Kanonen zünden und mit der Druckwelle der Detonation die Hosenbeine vieler Zuschauer zum Flattern bringen.

Neus Salven a drei Schuss werden in Neuss abgegeben. Die Zahl neun ist eng verbunden mit der Stadt Neuss. Schutzpatron Quirinus führt neun goldene Kugeln in seinem Wappen, ihm zu Ehren wurde das Neusser Quirinusmünster gebaut, dessen Grundstein am 9. Oktober 1209 gelegt wurde und das Papst Benedikt XVI. zur Basilika minor ernannte — im Jahr 2009.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Neusser Schützenfest: Das war der Wackelzug 2012

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