Neuss: Neusser produzieren wieder mehr Müll

Neuss : Neusser produzieren wieder mehr Müll

Die Sperrmüllmenge galt in früheren Jahren als Indikator für Wohlstand. Denn weg warf nur, wer sich etwas Neues leisten konnte. Legt man diesen Indikator der gerade vorgelegten Abfall- und Wertstoffbilanz der Stadt zugrunde, wäre der Schluss zulässig: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden. Denn die Sperrmüllmenge sank im Vergleich zum Jahr 2010 um 88 auf 6727 Tonnen. Und das bei einem insgesamt wieder anwachsenden Müllberg.

Hauptursache für den Anstieg der Müllmenge um fast 900 auf 73 476 Tonnen ist der Straßenkehrricht, der – in einem Jahr mit strengem Winter und viel ausgebrachtem Splitt – um 25 Prozent zunahm. Positiv entwickelte sich die Menge der über die braune Tonne erfassten Bioabfälle. 32 Kilo pro Kopf und Jahr fallen inzwischen an. Auch die im Gelben Sack erfassten Verpackungsabfälle werden wieder sortenreiner getrennt. 3065 Tonnen (plus 128) wurden auf diesem Weg dem Recycling zugeführt. Glas (3251 Tonnen) und Altpapier (10 104 Tonnen) legten ebenfalls weiter zu.

Umgekehrt sanken die , gebührenpflichtig über die graue Tonne zu entsorgende Hausmüllmenge und der Elektroschrott. Für den interessiert sich eben nicht nur die städtische Abfall- und Wertstofflogistik.

Alles in allem stieg die Müllmenge pro Kopf um sechs auf 462 Kilogramm – jährlich.

(NGZ)
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