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Neuss: Neusser loben die neue Treppe am Pegel

Neuss : Neusser loben die neue Treppe am Pegel

Beim NGZ-Ortstermin stieß die neue Treppe am Pegel bei unseren Lesern auf Zustimmung. Kritik machte sich an den Baukosten von knapp zwei Millionen Euro und vor allem an der nach Meinung vieler zu steilen Sitztreppe fest. Abhilfe ist in Sicht.

Peter Arndt hat es sich auf den weißen Stufen in der Sonne gemütlich gemacht. Der 65-Jährige arbeitet mit einem gelben Textmarker ein Buch durch. Hin und wieder blickt er auf und genießt das Panorama von der neuen Treppe am Hafenbecken I. "Die Aussicht ist toll und der Platz ist direkt vom Markt aus zu erreichen." Er war einer von rund 50 Besuchern, die der Einladung der NGZ gefolgt waren, die am Donnerstag auf der Treppe am Pegel ihr Zelt aufschlug und wissen wollte, wie das neue Bauwerk bei den Neussern ankommt. Die Reaktionen waren überwiegend positiv. Viele nahmen spontan Platz, mit einem Kaffee in der Hand und genossen den neuen Ausblick.

Eine Auswahl

Für Rentner Gerhard Plucik ist es ein "schönes Plätzchen, um sich auszuruhen. " Die beiden ehemaligen Marienberg-Schülerinnen Monika Scherer (65) und Inge Stappen (67) finden: "Der Neusser Hafen ist etwas Besonderes. Durch die neue Treppe wird der Freizeitwert von Neuss nun noch weiter aufgewertet." Waltraut Grönke und Gusti Strehl kommen gerade aus dem Urlaub an der Nordsee. "Es sieht klasse aus, man hat einen freien Blick — irgendwie ein bisschen Nordseefeeling." Werner Schröder ist so angetan, dass er überlegt, mit einem Kumpel dort Gitarren-Musik zu machen.

Aber es gibt auch Kritiker: "Reine Geldverschwendung", sagt Willi Eigen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier ein neuer Treffpunkt der Neusser wird." Das glaubt auch Herbert Jung (44): "Die Treppe liegt direkt an einer Hauptverkehrskreuzung. Hier wird sich niemand hinsetzen." Anwohnerin Annita Rector (54) hat Bedenken, dass es bald sehr laut werden könnte. "Am Mittwoch haben Jugendliche hier bereits mit Bierflaschen um sich geworfen. Das war sehr laut."

Viele NGZ-Leser hatten gleich Verbesserungsvorschläge parat: Ein zentrales Thema ist, dass die Treppe zu steil und daher gefährlich sei. "Man sieht nicht direkt den Unterschied zwischen kleinen Treppenstufen und hohen Sitzstufen", sagen Manfred und Ilse Duisberg. "Es ist sehr steil, für allem für Kinder", findet Monika Ketterer, die sich dort auch ein gastronomisches Angebot wünscht. Viele wünschen sich eine zusätzliche Absperrung.

Nötig sind auch Abfalleimer, die auch einen Tag nach Eröffnung fehlen. "Schon jetzt liegt hier jede Menge Abfall herum", beklagt Helmut Wessels (48). Seine Idee zur optischen Verschönerung: "Eine Beleuchtung im Wasser, die unter der Treppe heraus ins Hafenbecken strahlt, wäre sehr schön." Der Vorschlag von Gerhard Plucik: "Um den Ausblick auf die Schiffe noch zu verschönern, wäre es eine gute Idee Fackelabende zu veranstalten." Hubert Neukirchen schlägt vor, die Bäume vor dem Quirinusmünster zu stutzen, "dann ergibt sich von der Treppe aus ein schönerer Blick auf die Basilika."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Treppe am Pegel: Neusser posieren

(NGZ)