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Rhein-Kreis Neuss: Neusser Konzern 3M hat ein neues "Gesicht"

Rhein-Kreis Neuss : Neusser Konzern 3M hat ein neues "Gesicht"

Der neue Kommunikationschef des Multitechnologiekonzerns 3M, Stephan Rahn, setzt auf die Innovationsstärke des Unternehmens.

Stephan Rahn hat es bei seinem Job gut getroffen. Denn wenn es darum geht, 3M in der Öffentlichkeit zu präsentieren, kann er auf viele positive Botschaften zurückgreifen: Erst am vergangenen Freitag ist der Multitechnologiekonzern mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden, regelmäßig wird 3M darüber hinaus von vielen Seiten gelobt, etwa mit Innovationspreisen oder Auszeichnungen als "Bester Arbeitgeber".

"Die Herausforderung ist allerdings, 3M als Marke bei den Endnutzern bekannter zu machen", sagt der neue Kommunikationschef des Unternehmens, das in der Quirinusstadt seinen Deutschlandsitz hat. Dafür hatte sich auch Rahns Vorgänger Manfred Kremer in den vergangenen Jahren stets eingesetzt. "Die Fachwelt kennt uns", sagt Rahn. Doch der Mensch von nebenan verbindet — wenn überhaupt — die Marke "Post-it" mit dem Multitechnologiekonzern. "Dabei steckt 3M in so vielen Produkten", sagt der 50-Jährige, der seit knapp zwei Monaten neuer Pressechef des Unternehmens ist. Etwa in Autos und Flugzeugen, wo Klebstoffe des Konzerns verarbeitet werden, auf Hinweisschildern, die mit 3M-Folien versehen sind, oder bei elektronischen Geräten, für die 3M unter anderem Displayschutzfolien herstellt. "Eigentlich kommt man an uns gar nicht vorbei", sagt Rahn lachend — denn die 3M-Pallette beläuft sich auf über 50 000 Produktgruppen, die wiederum tausende Angebote enthalten. Vermarktet werden die allerdings zumeist im "B2B-Geschäft" (Business to Business), in der Managersprache ein Ausdruck für das Geschäft mit Unternehmen. Privatkunden bedient 3M nur mit wenigen Marken, neben den bekannten Post-its etwa mit den Klebestreifen der Marke "Scotch".

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Um auch die anderen, weniger bekannten Geschäftsbereiche in den Blick zu nehmen, hat Stephan Rahn, der bislang bei 3M für den Fachbereich Innovationsmarketing zuständig war, eine neue interne "Presserunde" ins Leben gerufen. "Einmal in der Woche treffen wir uns mit den Abteilungsleitern, informieren uns über neue Entwicklungen, schauen, was wir davon nach außen tragen können", erläutert Rahn. Das Potenzial dafür ist da — schließlich gehören Neuheiten bei 3M zur Firmenphilosophie. Bis 2015 möchte der Konzern 40 Prozent seines Umsatzes mit Produkten erwirtschaften, die es vor fünf Jahren noch nicht gab. Derzeit liegt die Quote bei etwa 36 Prozent. Für Rahn, der seit 17 Jahren bei 3M arbeitet und einst mit einem BWL-Studium den Grundstein für seine Karriere im Marketing legte, besteht darin die spezielle Faszination von 3M: "Ich staune immer noch jeden Tag darüber, was die Kollegen hier erfinden, welche Ideen da sprudeln", sagt er. Diese Begeisterung möchte Rahn weitergeben.

Der Meerbuscher, der einst Pilot werden wollte — heute gehört zu seinen Hobbys das Fliegen mit dem Motorflugzeug — hat außerdem das Ziel ausgegeben, auch die neuen Medien stärker in den Blick zu nehmen. Zwar ist 3M auch auf Facebook und Twitter aktiv, allerdings bislang in einer — schon etwas länger dauernden — Testphase. "Kommunikation verändert sich", sagt Rahn. "Daran möchten wir teilhaben."

(NGZ)