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Neuss: Neusser Jungforscher erfolgreich

Neuss : Neusser Jungforscher erfolgreich

Mehr als 300 Jungforscher präsentierten beim 16. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" der Unternehmerschaft Niederrhein in Krefeld ihre Erfindungen. Drei Neusser konnten sich für die Landesausscheidungen qualifizieren.

Fetzige Musik dröhnt aus den Boxen am Stand von Jana Piske (17) und Johanna Jurczyk (17). Der Strom dafür kommt allerdings nicht aus der Steckdose, sondern aus einer selbst gebastelten Brennstoffzelle. Diese führten die beiden Marienberg-Schülerinnen unter dem Projekttitel "Musik to go" jetzt beim 16. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" der Unternehmerschaft Niederrhein im Krefelder Seidenweberhaus vor. Dort präsentierten über 300 Jugendliche aller Schulformen aus Krefeld und Mönchengladbach sowie den Kreisen Viersen, Neuss, Kleve und Wesel ihre Forschungsergebnisse. Aus Neuss nahmen 17 Schülergruppen teil.

Zwei Altersgruppen

Die Jungforscher waren in zwei Altersgruppen unterteilt: Schüler bis 14 Jahre nahmen unter dem Motto "Schüler experimentieren" teil. Alle Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren zählten zur Kategorie "Jugend forscht". Die Teilnehmer präsentierten Projekte aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Die Jury kürte anschließend die Siegerprojekte aus den jeweiligen Fachbereichen. Diese nehmen an den Landesausscheidungen am 13. April teil. Aus Neuss qualifizierten sich drei Gruppen der Marienberg Schule (wir berichteten): Caroline Busch (19) und Laura Gayk (19) erreichten im Bereich Chemie mit ihrem Projekt "Kochen, Braten und Backen mit Alkohol – Was passiert?" den ersten Platz. Die 16-jährige Vivien Kohlhaas überzeugte im Bereich Mathematik/Informatik mit einem Klangexperiment. Als dritte Neusser Gruppe qualifizierten sich Katharina Lowinski (16) und Lisa Tegeler (16) mit ihrem Projekt "Granulate unter Druck".

Ein paar Stände neben Janas und Johannas Musikbox plätschert das Wasser. Kim Ketteler (17) und Nina Schumann (17) haben sich einem "Kaventsmann – dem Schrecken der Seefahrer" gewidmet. Sie haben erforscht, wie eine solche Riesenwelle, die bis zu 40 Meter hoch werden kann, entsteht. Dafür haben die Marienberg-Schülerinnen ein Rohr aufgeschnitten, mit Wasser gefüllt und einer Plastikklappe an einer Seite verschlossen. Sobald diese jedoch von einem Motor bewegt wird, entstehen Wellen – hier allerdings nur rund einen Zentimeter hoch. Kim und Nina haben verschiedene Frequenzen getestet, um die höchste Welle zu schaffen.

Und das ist auch das Ziel des Projekts. Die Jugend soll in der Forschung besonders gefördert und für technische Themen begeistert werden", sagte Dr. Ralf Wimmer, Patentbeauftragter der Unternehmerschaft Niederrhein. So könne auch einem Fachkräftemangel früh entgegen gewirkt werden.

(NGZ)