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Neusser Grenadiere weihen eigene Gedenkstätte auf dem Hauptfriedhof ein

Feierstunde auf dem Hauptfriedhof in Neuss : Grenadiere weihen Gedenkstätte ein

Eine Feierstunde mit Ehrengästen und dem Musikverein Holzheim beendete am Samstag einen mehrjährigen Planungsprozess. Der war 2018 aus dem Gedanken heraus geboren worden, einen würdevollen Ort zu schaffen, an dem man sich all jener Kameraden erinnern kann, die nicht auf dem Hauptfreidhof beigesetzt sind.

Ein Besuch ihrer auf dem Friedhof beigesetzten Kameraden gehört für viele Schützenzüge zur gerne erfüllten Pflicht. Jetzt gibt es dort zumindest für das Neusser Grenadierkorps auch einen würdevollen Ort wo man sich an all die erinnern kann, die nicht in Neusser Erde ruhen. Denn nach dreijähriger Planungszeit konnte Monsignore Wilfried Korfmacher, seit langem dem Korps auch als aktiver Schütze verbunden, am Samstagmorgen nahe des Rundbrunnens auf dem alten Friedhof eine Gedenkstätte für die „lebenden sowie verstorbenen Kameraden und Nüsser Röskes“ einweihen. „Ein gelungenes Werk“, lobte Korfmacher, „in dessen Mitte das Kreuz steht.“

Als Rainer Halm, damals noch Vorsitzender des Korps, 2018 die Idee dazu hatte, dachte er noch an eine allen gemeinsame Schützen-Gedenkstätte. Doch das stieß beim Komitee sowie den meisten Korps nicht auf Zustimmung. Noch nicht, wie Friedhofsleiter Rainer Lessmann heute sagt. Denn die fertige Anlage, zu der es nur in Norf etwas annähernd Vergleichbares gibt, könnte das Thema neu beflügeln, sagt er. Anfragen aber gebe es noch nicht.

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Möglich machte den Bau eine Spende von Horst Dvorak, dem Schützenkönig des Jahres 2007/08. Umgesetzt wurde das Projekt, das Schatzmeister Carsten Dorweiler im Grenadierkorps federführend begleitete, von dem Neusser Steinmetz Harald Kuhn, der Künstlerin Anja Becker aus Kadernbach /Eifel und dem Landschaftsgärtner Johannes Selders, auch er Grenadier.

Bürgermeister Reiner Breuer lobte den 272 vor der hoffentlich nächsten Neusser Kirmes fertig gewordenen Gedenkort als Ausdruck einer Solidarität in der Schützengemeinschaft, die er mit einer großen Familie verglich. Diese Solidarität, so sagte er hoffnungsfroh mit Blick auf die Pandemie, „ist es, was uns durch die Krise trägt“.

Für das Komitee sprach Präsident Martin Flecken. Er nannte das Gedenken auch ein „Zeichen der Kultiviertheit des Menschen“. Und Grenadiermajor Markus Ahrweiler fügte hinzu: „Grenadier zu sein, ist etwas für die Ewigkeit.“

(-nau)