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Neuss: Neusser Gourmets lieben den Genießertreff

Neuss : Neusser Gourmets lieben den Genießertreff

Nur tausend Schlemmermäuler dürfen in die Stadthalle, wenn am 24. Januar mehr als 30 Gastronomen kleine Köstlichkeiten anbieten

Tim und Tom Hörnemann sind gewappnet. Das junge Inhaber-Duo von Natsu Foods mit Sitz im Neusser Süden lässt 5000 Sushi-Portionen vorbereiten, damit möglichst alle der tausend Gäste des 11. Genießertreffs einmal diese exklusive japanische Delikatesse probieren können. "Wir präsentieren Vielfalt auf hohem Niveau", sagt Peter Rebig von Neuss Marketing, "und belegen, wie hervorragend die Küche in Neusser Lokalen ist."

Mehr als 30 Anbieter aus Neuss und seinen Nachbarstädten haben sich für den 24. Januar angemeldet. Köche und Wirte kommen inzwischen gern in die Neusser Stadthalle. Das sagt Rainer Spenke, in Neuss wohnender Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Nordrhein: "Unsere Kollegen wissen den Messe-Charakter der Veranstaltung zu schätzen. Wer sich beim Genießertreff gut in Szene setzt, der darf auf Gäste und Buchungen in Zukunft hoffen." Spenke räumt aber auch ein, dass es anfangs schwierig gewesen sei, die Gastronomen für den Genießertreff zu begeistern. Die Zeiten sind vorbei und das Publikum ist begeistert. Bis auf ein Restkontingent von 75 Karten sind alle tausend Tickets im Vorverkauf bereits abgesetzt worden.

Neuss Marketing veranstaltet gemeinsam mit Dehoga Nordrhein den Genießertreff — nach eigenen Angaben kostenneutral. "Wir verdienen an diesem Festival der Gaumengenüsse nichts", versichert Rebig, "aber wir stecken auch kein Geld in die Veranstaltung." Die Kosten werden durch Eintrittserlöse und Sponsorengelder gedeckt: "Und die Aussteller sind mit einem Obolus zufrieden, der ihre Kosten nicht deckt." Unter dem Strich steht eine Leistungsschau der Neusser Gastronomie, obwohl einige angesehene Restaurants wie "Herzog von Burgund", "Stübchen" oder "Spitzweg" nicht vertreten sind.

Viele andere gastliche Häuser sind aber dabei. Zu den "Korsettstangen" zählt Peter Rebig Gerd M. Lang und sein Further Restaurant "Solevino". Auch das "Weingut" und der "Drusushof" sind seit vielen Jahren immer wieder vertreten. Mit Michael Schatten ("Rheingold"), Ralph Heinz ("Flotte Theke") oder Norbert Schommen ("Gießkanne") treten auch Wirte der rheinischen Gastlichkeit auf: Möhrengemüse mit Frikadelle. Erstmals Genießertreff-Luft schnuppern Martin Rapp und seine Frau Kerstin, die Ende April, spätestens Anfang Mai, ihr Lokal "Schwan" im ehemaligen Commerzbank-Gebäude am Markt eröffnen wollen. Sie halten unter anderem einen Hackfleich-Sauerkraut-Eintopf bereit.

Wer eine Eintrittskarte ergattert hat, der kann nach Herzenslust genießen — so viel und so oft er mag. Es gibt keine Begrenzungen bei diesem rund dreistündigen lukullischen Feuerwerk. Rund "70 Kreationen aus der heißen Küche" kündigt Peter Rebig an; weitere 30 Angebote kalter Speisen und süßer Sachen kommen noch hinzu. So baut auch die Konditorei Wegel von der Michaelstraße ihren Stand auf. Die Getränke sind nicht inklusive. Wer will, der kann aber an den Ständen ein Glas Wein erstehen. Zum Rahmenprogramm gehören auch eine Lounge mit Live-Musik ("Börsencafé") und Oliver Leuchten, der mit seiner "Rauchbar" an der Neustraße ein "Auswärtsspiel" bestreitet und dazu Zigarren aus Kuba und der Dominikanischen Republik mitbringt.

Peter Rebig und Rainer Spenke sind offenbar schon jetzt zufrieden, weil "die Kollegen zusammenstehen und gemeinsam für den Gastronomie-Standort Neuss in seiner Klasse und Vielfalt werben — und dabei ganz nebenbei für einen wunderbaren Abend sorgen."

(NGZ/ac)