Neuss Neusser Gewerbeflächen stark gefragt

Neuss · Für das neue Gewerbegebiet an der Bataverstraße häufen sind die Anfragen, für einige Grundstücke gibt es mehr als einen potenziellen Käufer. Die Stadt drängt daher auf die Entwicklung neuer Flächen, etwa im Stadtteil Holzheim.

 Auf dieser Ackerfläche in Holzheim, zwischen dem Park-and-Ride-Parkplatz und dem bereits bestehenden Gewerbegebiet, soll neuer Platz für Firmen geschaffen werden.

Auf dieser Ackerfläche in Holzheim, zwischen dem Park-and-Ride-Parkplatz und dem bereits bestehenden Gewerbegebiet, soll neuer Platz für Firmen geschaffen werden.

Foto: woi

Das neue Gewerbegebiet an der Bataverstraße steckt noch in der Entwicklung, doch die Vermarktung geht bereits mit Riesenschritten voran. Das Interesse der Firmen ist groß, für einzelne Grundstücke gibt es bereits mehrere Kaufinteressenten. "Wir können uns vor Angeboten nicht retten", sagt der Leiter der Neusser Wirtschaftsförderung, Frank Wolters, der mit seinem Team bereits an der Realisierung des nächsten "neuen" Gewerbegebiets arbeitet. In Holzheim, direkt an der Anschlussstelle zur A46, soll Platz für Firmen geschaffen werden. 35 Hektar Fläche könnten dort innerhalb der kommenden drei Jahre als Gewerbefläche ausgewiesen werden. "Für 2014 ist die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans angepeilt", sagt Wolters.

Neuss: Neusser Gewerbeflächen stark gefragt
Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Das Tempo, dass der Wirtschaftsförderer vorlegt, ist nicht unbegründet. Denn die beiden größten Gewerbegebiete, das Taubental und der Hafen, sind belegt. "Im Taubental haben wir die letzten großen Grundstücke an der Sudermannstraße verkauft, 5000 Quadratmeter sind dort noch offen, einen konkreten Kaufinteressenten gebe es bereits, sagt Wolters. Die weiteren zum Verkauf stehenden Grundstücke kann er an einer Hand abzählen: jeweils mit Flächen unter 10 000 Quadratmetern, bei denen ebenfalls bereits die Verkaufsgespräche laufen. "In dem Gewerbegebiet stehen zudem noch drei private Flächen zum Verkauf, aber das war es dann auch schon", fügt der Wirtschaftsförderer hinzu.

Etwas zäher läuft die Vermarktung einer weiteren offenen Gewerbefläche in Allerheiligen. Dort, neben dem Baumarkt Bauhaus, besteht für Firmen durchaus Potenzial — rechnet man städtische und private Gewerbeflächen zusammen, ergeben sich 55 000 Quadratmeter, auf denen Firmen bauen könnten. Lange Zeit war dafür der Möbelhauskonzern Schaffrath im Gespräch. Doch nach dem Streit um die Fläche im Hammfeld, wo sich nach einem Bieterwettbewerb Konkurrent Krieger durchgesetzt hatte, waren die Pläne vom Tisch. "Wir müssen uns dort nun neu orientieren, neue Zielgruppen definieren", erläutert Wolters. Nach wie vor sei der Plan, Unternehmen dort anzusiedeln, die zum benachbarten Baumarkt passen, um Synergieeffekte zu nutzen. Der Stadtteil Allerheiligen ist auch über diese Fläche nahe der S-Bahnstation interessant für die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen. "Langfristig wollen wir dort entlang der Autobahn weitere Flächen entwickeln", sagt Wolters. Diese Planung hatte der Rat bereits im Jahr 2009 nach einem entsprechenden Gutachten beschlossen, in dem als weiterer Standort die Erweiterung des Gewerbegebiets Norf-Derikum in südlicher Richtung empfohlen wurde. Beide Vorschläge sind allerdings langfristig angelegt — "Zeitachse X", nennt Wolters das. "Beide Standorte können in den kommenden 15 Jahren entwickelt werden", fügt er hinzu. Zunächst stehe nun Holzheim auf dem Plan — und eine intensivierung der Betreuung des Immobilienmarkts. "Wir müssen Unternehmen verdeutlichen, dass auch eine Bestandsimmobilie zur Miete interessant sein kann", erläutert der Wirtschaftsförderer. Angesichts knapp werdender Flächen sei die Vermittlung zwischen Maklern und Firmen eine zunehmend wichtige Aufgabe. "Da werden wir unsere Anstrengungen noch intensivieren", kündigt Wolters an.

(NGZ)
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