Neuss: Neusser ehren Stadtpatron

Neuss : Neusser ehren Stadtpatron

Hunderte Neusser feierten gestern Abend den heiligen Quirinus mit einem Festhochamt in der Basilika und einer Prozession, bei der die Reliquien des Stadtpatrons um seine Kirche getragen wurden.

Dass die Neusser ihren Stadtpatron Quirinus verehren, zeigten sie gestern Abend wieder einmal zu Hunderten. Im voll besetzten Quirinusmünster feierten sie eine Festmesse zum Abschluss der Wallfahrtsoktav. Anschließend begleiteten sie den Reliquienschrein bei der Prozession rund um die Basilika.

"Es tut uns allen gut, dass so viele der Einladung gefolgt sind, das Fest unseres Stadtpatrons zu feiern", sagte Oberpfarrer Monsignore Guido Assmann zur Begrüßung. In der Wallfahrtswoche, in der verschiedene Gruppen in die Münsterkirche gepilgert waren, seien wieder viele Begegnungen der Neusser mit ihrem Stadtpatron ermöglicht worden, so wies Assmann als Beispiel auf die mehr als 300 Kinder der sieben Kindergärten in der Pfarreiengemeinschaft Neuss-Mitte hin: "Wenn Drei- und Vierjährige das Quirinuslied auswendig und mit Inbrunst singen, ist mir um die Zukunft der Kirche nicht bange."

Vor rund 600 Gläubigen, unter ihnen Vize-Bürgermeister Thomas Nickel, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Schützenkönig Werner Kuhnert, predigte Münsterpfarrer Michael Hauser aus Radolfzell am Bodensee. Der Studienfreund von Oberpfarrer Assmann, der zwei Stunden vor der Messe in Neuss eingetroffen war, betonte, dass Heilige wie Quirinus den Christen Mut machen sollen, auf Gott zu vertrauen und den Glauben an Christus mit anderen zu teilen: "Die Schreinprozession ist nicht nur fromme Tradition, sie bestärkt uns und schenkt Vertrauen in die Zukunft." Quirinus verbinde die Gläubigen mit Gott: "Er lehrt uns, in der Gemeinschaft der Pfarre und der Familie zu leben und Mut zur Bekehrung zu haben." Quirinus habe die Hinwendung zu Christus vorgelebt — und daher sollten die Neusser freudig bekennen: "Ich bin ein Fan von St. Quirinus."

Dass dies viele Neusser verinnerlicht haben, zeigte die große Beteiligung an der Reliquienprozession, die zum Ende der Festmesse, die Oberpfarrer in Ruhe, Monsignore Hans Dieter Schelauske, mitzelebrierte, über den Münsterplatz und den Freithof führte. Etwa 1000 Christen, darunter viele Kommunionkinder in ihren Kleidern und Anzügen, zogen singend hinter dem Quirinusschrein um das Münster — eine große Quirinusfamilie.

(NGZ)