Neuss: Neusser Artilleristen feiern ihren Patronatstag

Neuss: Neusser Artilleristen feiern ihren Patronatstag

Das einzige Korps des Neusser Bürgerschützenvereins, das zu seinem Patronatstag durch die weihnachtlich geschmückte Stadt ziehen kann, ist das Artillerie-Corps. Traditionell wird der Patronin St. Barbara gedacht, deren Festtag der 4. Dezember ist. Nach dem Hochamt in St. Marien zogen die Artilleristen gestern im Schneegestöber über die Krefelder Straße zum Festkommers ins Marienhaus.

Dort fanden sich neben den 26 aktiven Mitgliedern auch Schützenkönig Georg I. Martin, Präsident Martin Flecken, Ehrenpräsident Thomas Nickel, Mitglieder des Komitees, Majore der anderen Korps und weitere Gäste ein. Gleich zu Beginn verwies der Chef der Artilleristen Jörg Heckhausen auf die Jugendlichkeit des Korps, dessen Durchschnittsalter bei 48 Jahren liege. "Wir sind stolz, auch als kleines Korps zum Regiment beizutragen und fördern aktiv die Jugendarbeit", sagte Heckhausen. Auch Präsident Flecken würdigte das Engagement des Artillerie-Corps und hob besonders die noch bestehende Tradition des Siegerballs hervor. "An den Patronatstagen werden sich die Korps der Werte besonders bewusst, denen sie sich verschrieben haben. Mit diesen sorgt das Schützenwesen in Neuss für einen besonderen Zusammenhalt der Gesellschaft", sagte er in seiner Ansprache.

Zudem erwähnte er die "fast bestehende Dreifaltigkeit" von Artillerist Michael Mertens. So ist dieser nicht nur 1. Vorsitzender und Adjutant, sondern auch Hoher Sieger des Neusser Artillerie-Korps. Beim Siegerball wurde ihm offiziell die Ehre des Hohen Siegers verliehen. Durchgesetzt hatte er sich gegen zwei Mitbewerber und nur mit einer halben Kopflänge das Pferderennen gewonnen. Mit rund 300 Gästen feierten die Artilleristen im festlichen Rahmen im Reuterhof in Grimlinghausen. Zum Abschluss rückte Artillerie-Chef Heckhausen die Jugend nochmals in den Fokus. So brauchten die jungen Mitglieder noch Unterstützung für den Diözesan-Jungschützentag am 1. Juli 2018. Lukas Klinger, Artillerist und Mitglied im Vorstand des Jungsschützenverbands, engagiert sich gern für die Tradition. In der Artillerie gefällt ihm der enge Zusammenhalt: "Wir kennen jedes Mitglied mit Namen."

(aod)
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