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Neuss: Zweites Taubenhaus am Hauptbahnhof errichtet

Maßnahme in Neuss : Weiteres Taubenhaus am Neusser Hauptbahnhof

Die Stadt hat erneut ihre Maßnahmen verstärkt, um Tauben im und um den Neusser Hauptbahnhof zu bekämpfen. Immer wieder gibt es Bürgerbeschwerden wegen verunreinigter Gehwege und Bushaltestellen.

Vor allem in der Unterführung an der Further Straße sorgt der Kot der Tiere für Unmut – und auch für gesundheitliche Gefahren. Wie die Stadt jetzt mitteilte, wurde vor rund zwei Wochen am Bahnhof ein weiteres Taubenhauses errichtet. In solchen speziellen Taubenschlägen werden die wild lebenden Vögel zunächst angesiedelt. Ein erster Bruterfolg ist nötig, damit die Vögel das neue Heim anerkennen und dort bleiben. Danach werden die gelegten Eier durch Attrappen ausgetauscht – die Population wird auf diese Weise eingedämmt.

Innerhalb der von der DB Netz AG kostenfrei zur Verfügung gestellten, eingezäunten Fläche wurde das neue Taubenhaus direkt neben dem ersten Bau errichtet. Die Inneneinrichtung konnte größtenteils aus dem am Hafenbecken I aufgegebenen Taubenhaus übernommen werden. Durch das Hochwasser 2017/2018 war das Haus nämlich überflutet worden. Türen, Wände und die gesamte Inneneinrichtung wurden damals stark beschädigt. Schlamm und Feuchtigkeit führten zudem zu Schimmel. Erneute Besiedelungsversuche blieben erfolglos.
Die Anschaffungskosten für das zweite Taubenhaus am Bahnhof – zudem gibt es Objekte auf dem Dachboden des Rathauses und an der Salzstraße – betrugen laut Stadt rund 8600 Euro. Der erste Bau sei bereits gut angenommen worden und mit einer stabilen Taubenpopulation bevölkert. Mit dem erweiterten Platz- und Futterangebot im zweiten Haus sollen nun weitere Tauben aus der Umgebung angelockt werden. Unterstützt werde dies auch durch Nachbesserungen der Vergrämungsmaßnahmen am Brückenbauwerk.

Denn: In der Unterführung gelingt es einigen Tieren immer wieder, sich zwischen die Spikes zu setzen und dort zu brüten. Insbesondere in dem sensiblen Bereich an der Bushaltestelle soll dem nun mit Blechen und Netzen entgegen gewirkt werden. Diese von der DB Netz AG beauftragten Arbeiten werden laut Stadtverwaltung voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche abgeschlossen sein. Wenn Bürger Tauben beobachten, die sich in den Spikes am Brückenbauwerk verheddert haben, sollte nicht gezögert werden, die Feuerwehr zu rufen. Diese verzeichnet rund 200 Tierrettungs-Einsätze pro Jahr.