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Neuss: Zweite Zufahrt zum Lukaskrankenhaus für neue Jugendpsychiatrie

Parkdruck im Stadionviertel : Eine zweite Zufahrt zum Lukaskrankenhaus

Der Neubau einer Jugendpsychiatrie und einer Kita werden über den Konrad-Adenauer-Ring erschlossen.

Auf dem Gelände des Lukaskrankenhauses soll zusätzlich zu einem Kindergarten auch noch eine Jugendpsychiatrie mit 34 Betten errichtet werden. Diese Einrichtung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) wird die Arbeit der Kinderklinik unterstützen und eine seit zehn Jahren bestehende LVR-Tagesklinik mit zwölf Plätzen für die gleiche Zielgruppe ergänzen.

Seine grundsätzliche Absichtserklärung zu diesem Projekt bekundete der LVR vor genau zwei Jahren, jetzt erfolgen erste Weichenstellungen. Und die beginnen – angesichts der Park- und Verkehrsmisere rund um das Klinikum ist das wenig verwunderlich – mit genau diesem Thema. Idee und Vorschlag der Klinikleitung: eine zweite Zufahrt am Konrad-Adenauer-Ring.

Seit das Krankenhaus vor einigen Jahren den Besucherparkpatz neu ordnete, gibt es eine solche Zufahrt bereits. Ein- und Ausfahrt sind nur als Rechtsabbieger möglich, denn der Fahrbahnteiler im Konrad-Adenauer-Ring blieb erhalten. Und das ändert sich auch nicht, wenn nach gleichem Muster etwas weiter nördlich eine zweite Zufahrt entsteht.

Der bestehende Bebauungsplan lasse in diesem Abschnitt eigentlich keine weiteren Grundstückszufahrten mehr zu, teilt die Verwaltung mit, doch hat sie dem Krankenhaus signalisiert, eine Ausnahme machen zu können, zumal ein- und ausfahrender Verkehr über eine Schrankenanlage gesteuert werden könnten.

Wichtiger für die Politik ist aber, dass sich der Verkehrsdruck auf der Preußenstraße durch die geplanten neuen Einrichtungen und ihre Besucher nicht nur nicht weiter erhöht, sondern im Gegenteil durch eine zweite Zufahrt sogar reduziert wird. Ein Sachverständiger habe ermittelt, berichtete Krankenhausleiter Nicolas Krämer der Stadt, dass etwa die Hälfte der Beschäftigten, die den Mitarbeiterparkplatz derzeit nutzen, diesen über diese zweite Zufahrt und nicht mehr über die Preußenstraße ansteuern werden.

Dieser Parkplatz soll zeitnah um 69 Stellplätze erweitert werden. Die Zusage dazu gab Krämer im Frühjahr. Sie ist ein Beitrag des Krankenhauses, um die angrenzenden Wohnstraßen zu entlasten, die noch immer von Krankenhausbesuchern und Mitarbeitern zugeparkt werden. Der Bauantrag wurde im September gestellt. Für die zweite Zufahrt liegt nur eine Bauvoranfrage vor. Gebaut werde sie nur, wenn Kita und Jugendpsychiatrie genehmigt sind. „Wir sehen das als Paket“, sagt Krankenhaus-Sprecherin Ulla Dahmen.

(-nau)