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Neuss: Zustand der Kardinal-Frings-Brücke "nicht ausreichend"

Überprüfung der Frings-Brücke in Neuss : Der Zustand der Frings-Brücke ist „nicht ausreichend“

Ihr Alter bringt der Kardinal-Frings-Brücke eine schlechte Bewertung. Saniert wird sie allerdings nicht. Sie gilt als verkehrs- und standsicher.

Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke braucht ein Make-Up. Das forderte unlängst eine Neusserin in der Bürgerfragestunde des Rates, die auf korrodierte Eisenteile und Leitungen vor allem auf der Unterseite des Bauwerkes hinwies und nach dem Zustand des Bauwerks fragte. Die Brücke sei verkehrs- und standsicher, berichtet der Erste Beigeordnete Frank Gensler dazu. Und: Beide haben Recht, wie Michael Bergmann von der Stadt Düsseldorf bestätigt.

Bei der letzten Hauptprüfung nach der DIN 1076 zur Bauwerksüberwachung erreichte die Brücke nur die Bewertung „nicht ausreichender Zustand“. Allerdings, so der Sprecher der Stadt Düsseldorf, bezog sich das vor allem auf die Wertungskategorie Dauerhaftigkeit, mit der die Widerstandsfähigkeit des Bauwerks gegen äußere Einflüsse gemessen wird. In den beiden anderen Kategorien – Standsicherheit und Verkehrssicherheit – habe die Brücke besser Zustandsnoten bekommen, sagt Bergmann. „Da das Bauwerk zum größten Teil aus den Baujahren 1929 und 1951 stammt, sind diese Mängel größtenteils dem Alter der Brücke geschuldet“, sagt Bergmann.

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Die gemeinsam für den Erhalt des Bauwerks verantwortliche Neuß-Düsseldorfer Brückengesellschaft, an der neben der Stadt Düsseldorf auch die Stadt Neuss und die Rheinbahn beteiligt sind, plane aber trotzdem derzeit keine Instandsetzungsarbeiten, sagt Bergmann. Hintergrund der Entscheidung sind die seit Jahren laufenden Verhandlungen beider Städte mit dem Bund, um die Brücke in dessen Zuständigkeit abzugeben. Schließlich führt die Bundesstraße 1, für die der Bund verantwortlich ist, über die 780 Meter lange und 30 Meter breite Brücke. Diese Verhandlungen sind nach Angaben von Bernhard Meier, Sprecher des Landesverkehrsministeriums, so weit gediehen, dass die Übertragung der Zuständigkeit im kommenden Jahr erfolgen soll.

Die jüngste Untersuchung der Brücke erfolgte im August diesen Jahres. Dabei wurde nur der in den Prüfstandards als Bauwerkskontrolle definierte Fragebogen abgearbeitet. Der sieht nur eine, so Bergmann, „Begehung von der Oberfläche aus“ vor. Dabei seien keine wesentlichen Beanstandungen protokolliert und weitergegeben worden, heißt es.