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Neuss: Zum ersten Mal Woche der Nachhaltigkeit

Woche der Nachhaltigkeit : Nachhaltigkeit ins Alltagsleben aufnehmen

Die Stadt veranstaltet mit Neuss Agenda 21 und Transition Town Neuss vom 18. bis zum 23. Juni eine „Woche der Nachhaltigkeit“.

Dass sich die Stadt Neuss für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, ist nichts Neues: Schon 1991 wurde ein Ratsbeschluss zur Verwendung von fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Tee und Orangensaft bei Ausschusssitzungen gefasst. Was aber neu ist, ist die erste „Woche der Nachhaltigkeit“, die die Stadt gemeinsam mit dem Verein Neuss Agenda 21 und Transition Town Neuss veranstaltet. Vom 18. bis zum 23. Juni soll in ganz unterschiedlichen Veranstaltungen für Jung und Alt gezeigt werden, dass Klimapolitik, nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung untrennbar miteinander verwoben sind.

Die ersten Ideen für die Premiere fanden im vergangenen November statt, nach dem Jahreswechsel wurden die Planungen der drei Partner konkreter. „Das war eine hervorragende Zusammenarbeit, und es ist bemerkenswert, dass wir als Bürgerforum auf Augenhöhe mit der Stadt planen konnten“, sagt Roland Kehl, Sprecher der Neuss Agenda 21. Bei der Auswahl der Themen holten sich die Veranstalter auch Anregungen aus anderen Städten und Netzwerken, mit ihrem Programm hoffen sie, Impulse zu setzen. Es sei nicht nur die Politik gefragt, Lösungen zu finden, sondern jeder Einzelne. „Wir haben das Thema in alle Facetten gesplittet und wollen möglichst alle aus der Stadtgesellschaft mit ins Boot holen, damit sich Nachhaltigkeit in den Köpfen und Herzen der Menschen festsetzt. Schließlich geht es um unseren Planeten und wenn wir nur kleine Dinge schon in unserem Alltagsleben aufgreifen, sind wir einen Schritt weiter“, sagt Umweltdezernent Matthias Welpmann.

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Gemeinsam mit Kooperationspartnern zeigen die Veranstalter anhand von Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen, Musik, Film, gemeinsamem Kochen, Dienstleistungsangeboten und dem abschließenden dritten Neusser Umweltmarkt am 23. Juni auf dem Marktplatz und Freithof, wie Nachhaltigkeit erlebt und gelebt werden kann. „Im Programm gibt es Veranstaltungen, bei denen man durch Theorie einen Input erhält, aber auch Punkte mit Spaßfaktor, bei denen man mitmachen kann“, berichtet Welpmann.

Offiziell eröffnet wird die Woche von Bürgermeister und Schirmherr Reiner Breuer am 18. Juni, der im Pauline-Sels-Saal den Umweltökonomen Niko Paech begrüßt. Er hält den Vortrag „Endlich Wachstum“. „Andere beneiden uns, dass wir Niko Paech für den Auftakt gewinnen konnten. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt Kehl. Ab dem 18. Juni ist auch die Ausstellung „Endlich Wachstum“ im Kleinen Foyer des Romaneum zu sehen, die um 18 Uhr von Kulturdezernentin Christiane Zangs eröffnet wird.

Nachhaltigkeitsstrategien gibt es in Deutschland auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Die Stadt Neuss unterzeichnete 2016 die Erklärung „2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene“ des Deutschen Städtetages. Mit dieser Entscheidung bekräftigt die Stadt, sich für eine nachhaltige Entwicklung konkret zu engagieren. Auf Anregung der Neuss Agenda 21 wuchs dann die Idee der „Woche der Nachhaltigkeit“, um als Ziel die Bevölkerung, Politik und Verwaltung für das Thema zu sensibilisieren und Möglichkeiten für ein nachhaltiges Wirken aufzuzeigen.