Schuleingangsuntersuchungen im Rhein-Kreis Neuss Zu großer Medienkonsum bei i-Dötzchen

Rhein-Kreis · Der Kinder- und Jugendärztliche Gesundheitsdienst des Rhein-Kreises Neuss hat rund 5000 Kinder vor der Einschulung untersucht. Auffallend waren unter anderem Defizite beim Reden.

 Jutta Heister, Kinderärztin und Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes, analysiert die Trends der Eingangsuntersuchungen und verrät, was ihr Sorge macht.

Jutta Heister, Kinderärztin und Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes, analysiert die Trends der Eingangsuntersuchungen und verrät, was ihr Sorge macht.

Foto: Melanie Zanin (MZ)

Insgesamt 4964 Kinder wurden jetzt am Dienstag kreisweit eingeschult. Und vorher kamen über 5000 Mädchen und Jungen zur Schuleingangsuntersuchung des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes des Kreises. Insgesamt neun Teams waren dafür kreisweit unterwegs. Nach der Corona-Pandemie ist es der erste Jahrgang, der wieder komplett untersucht wurde. Die genauen Ergebnisse werden an das Land weitergegeben, eine Auswertung wird für den Herbst avisiert, doch schon jetzt lassen sich für Dr. Jutta Heister, Kinderärztin und Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes, aus den Untersuchungen Trends herauslesen. Die größte Sorge macht der Kinderärztin nicht etwa der durch Corona verstärkte Bewegungsmangel, sondern der Medienkonsum. Das Fernsehen spielt da inzwischen die zweite Geige, im Vordergrund stehen Smartphones und Tabletts. Die befragten Eltern antworten meist pflichtschuldig mit Medienkonsum von nur einer halben oder einer Stunde täglich, aber die erfahrene Ärztin multipliziert diese empfohlene Zeit inzwischen mit dem Faktor zwei oder sogar drei.